Bei einem Scheitern rechnet Guardiola mit ernsten Problemen

Bayerns Pep Guardiola ist einer der erfolgreichsten Trainer der Welt, doch für unantastbar hält er sich nicht. Vor dem heutigen Spiel gegen Donezk sagt er Erstaunliches.

Heikle Aufgabe für Bayerns Startrainer Pep Guardiola.

Heikle Aufgabe für Bayerns Startrainer Pep Guardiola.

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

Pep Guardiola hat als Trainer in nicht einmal acht Jahren zwanzig Titel geholt, darunter mit dem FC Barcelona zweimal die Champions League gewonnen. Trotzdem musste er auch schon herbe Niederlagen einstecken, so wie das Ausscheiden mit den Bayern in der letzten Saison in der Königsklasse gegen Real Madrid, das schliesslich den Titel holte.

Auch heute Abend droht dem deutschen Rekordmeister im Achtelfinalrückspiel gegen Schachtar Donezk das vorzeitige Scheitern. Das 0:0 aus dem Hinspiel ist eine äusserst gefährliche Ausgangslage, haben die Münchner doch das angestrebte Auswärtstor nicht erzielt. Zudem gilt das Team des Rumänen Mircea Lucescu mit seinen pfeilschnellen Stürmern als äusserst konterstark.

«Das ist Teil meines Jobs»

Bei einem erneuten Scheitern rechnet Titelsammler Guardiola denn auch mit ernsten Problemen. Er sagt unmissverständlich: «Ich bin zwar immer noch ein junger Trainer mit 44 Jahren, aber natürlich weiss ich, was es bedeutet, wenn wir nicht in den Viertelfinal kommen. Ich trainiere einen wirklich grossen Club, und da ist es normal, dass es Probleme gibt, wenn wir nicht in den Viertelfinal kommen.»

Aber er kenne das, die Situation sei immer dieselbe. Vor jedem Achtelfinal, Viertelfinal oder Halbfinal. «Von uns wird erwartet weiterzukommen. Auch wenn wir im Final stehen, erwartet man von uns, diesen zu gewinnen. Das gehört zum Geschäft, wenn man so einen grossen Club trainiert. Ich kenne das, und es ist Teil meines Jobs.»

«Nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft»

Schachtars Coach Mircea Lucescu sieht denn auch eine gute Chance, in die Viertelfinals vorzustossen: «Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Leistung zeigen werden. Ich will keine Vergleiche ziehen. Dieses Spiel ist natürlich sehr wichtig. Ich habe auch schon gegen Real Madrid gespielt. Und ich habe auch schon gegen Real gewonnen. Aber jetzt ist es Bayern, und das ist alles, was zählt. Wie gesagt, sie sind eines der besten Teams in Europa. Aber nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft.»

thunertagblatt.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt