Zum Hauptinhalt springen

Bundesliga-Spiele weisen «null» TV-Zuschauer aus

266 Partien der höchsten Liga Deutschlands hat Sky in der Saison 2017/18 live übertragen. Viermal wurde die Zuschauerzahl mit einer Null angegeben.

Der VfL Wolfsburg mit dem Schweizer Admir Mehmedi ist bei Sky kein Publikumsmagnet: Bei sieben live übertragenen Spielern registrierte der Pay-TV-Sender weniger als 10'000 Zuschauer.
Der VfL Wolfsburg mit dem Schweizer Admir Mehmedi ist bei Sky kein Publikumsmagnet: Bei sieben live übertragenen Spielern registrierte der Pay-TV-Sender weniger als 10'000 Zuschauer.
Filip Singer, Keystone
In der letzten Runde (34.) konnte sich der Schweizer Renato Steffen (l.) zwar mit Trainer Bruno Labbadia über den Heimsieg freuen, die TV-Zuschauerzahlen waren allerdings weniger erfreulich.
In der letzten Runde (34.) konnte sich der Schweizer Renato Steffen (l.) zwar mit Trainer Bruno Labbadia über den Heimsieg freuen, die TV-Zuschauerzahlen waren allerdings weniger erfreulich.
Getty Images/Ronny Hartmann
Der Pole wurde mit der Topskorer-Trophäe ausgezeichnet.
Der Pole wurde mit der Topskorer-Trophäe ausgezeichnet.
Getty Images/Sebastian Widmann
1 / 10

Die Saison in der Bundesliga ist vorbei und nun wird auf verschiedenen Ebenen Bilanz gezogen. Sky hat interessante Zahlen zur abgeschlossenen Spielzeit herausgegeben. Der Pay-TV-Sender verzeichnete im Schnitt pro Runde 5,16 Millionen Zuschauer, wie «Bild» vermeldet. Sie lassen sich splitten auf: 3,7 Millionen im sogenannten linearen TV (ohne zeitversetzte Nutzung), 1,08 Millionen in Sky-Sportbars und 380'000 über Sky Go. In der Vorsaison waren es durchschnittlich 5,12 Millionen Zuschauer gewesen. Die Zunahme beläuft sich auf 0,79 Prozent.

Am meisten lässt allerdings eine andere Zahl aufhorchen: Bei vier live übertragenen Bundesliga-Begegnungen gab Sky die Zuschauerzahl mit «Null» an. Ein Rechenfehler? Nein, da zu wenig Personen im technisch messbaren Bereich (unter 5000) eingeschaltet hatten, resultierten diese Werte.

Bei drei der vier Spiele waren Schweizer beteiligt. Die Nullnummer zwischen Mainz und Wolfsburg (mit Admir Mehmedi und Renato Steffen) in der 5. Runde wurde gemessen an den TV-Zuschauern eine solche. Die anderen drei Duelle mit weniger als 5000 TV-Zuschauern wurden in der letzten Runde (34.) übertragen. Es handelte sich um Hertha BSC (mit Fabian Lustenberger) gegen Leverkusen (1:5), das 8:1 zwischen Wolfsburg und Augsburg (mit Gregor Kobel im Tor und Trainer Martin Schmidt) sowie Mainz' 4:2-Heimerfolg über Hoffenheim. Die meisten Entscheidungen waren vor der Schlussrunde zwar schon gefallen, Leverkusen kämpfte allerdings im Fernduell mit Gladbach noch um den letzten Platz in der Champions League – und sicherte sich diesen. Und für Mehmedi stand mit Wolfsburg noch die direkte Qualifikation für die Europa League auf dem Spiel. Sie wurde erreicht, da Eintracht Frankfurt den Bayern in München 1:5 unterlag.

Bayern - Dortmund mit Höchstwert

Bei 15 Spielen registrierte Sky jeweils nur 10'000 Zuschauer. In sieben Partien war der SC Freiburg involviert, in sechs der VfL Wolfsburg. Die Top-Werte der Saison erreichten – wenig überraschend – die Duelle zwischen Serienmeister Bayern und Dortmund. 2,05 Millionen Personen verfolgten am 10. November den 3:2-Heimsieg des BVB gegen den Titelverteidiger in der 11. Runde auf Sky. In der Rückrunde schalteten 2,2 Millionen Fans ein, als sich die Münchner am 6. April (28. Runde) mit einer 5:0-Klatsche bei den Gelb-Schwarzen revanchierten.

17 weitere Bundesliga-Spiele wurden von mehr als einer Million Zuschauern am TV verfolgt. Eurosport hat in der abgelaufenen Saison 30 Partien live übertragen. Einschalt-Quoten wies der Sender bislang jedoch noch keine aus.

Auch in der Schweiz liegen derzeit noch keine TV-Zuschauerzahlen der vergangenen Spielzeit in der Super League vor. Teleclub hat alle 180 Spiele der höchsten Liga live gesendet. Ein direkter Vergleich zur Bundesliga lässt sich aus hiesigen Zahlen jedoch sowieso kaum ziehen.

Fans mit 3,2 Toren pro Spiel belohnt

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison wurde ein Topwert aufgestellt: Es fielen so viele Tore wie seit 32 Jahren nicht mehr. 973 Treffer in 306 Partien bedeuten einen Schnitt von 3,2 Toren pro Spiel und damit einen Bestwert in diesem Jahrtausend, wie die Deutsche Fussball-Liga mitteilte. Die höchste deutsche Spielklasse verzeichnet damit deutlich mehr Treffer als die englische Premier League (2,8), die italienische Serie A (2,7) sowie die spanische La Liga (2,6).

Nur 17 der 306 Bundesliga-Begegnungen endeten in der vergangenen Spielzeit torlos. In den 180 Spielen der Schweizer Super League fielen 551 Treffer, was einen Durchschnitt von 3,06 Tore pro Partie ergibt. Mit einer Ausnahme (2016/17) ist die Bundesliga seit 29 Jahren die europäische Top-Liga mit den meisten Toren.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch