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Constantin: «Ich bin der Patron beim FC Sion - sonst niemand»

Präsident Christian Constantin hat das Traineramt beim FC Sion übernommen. Die Arbeit auf dem Platz überlässt er Jean-Claude Richard und José Sinval.

Präsident Christian Constantin, der jetzt auch in sportlichen Fragen das Sagen hat, und sein neuer Assistenztrainer Jean-Claude Richard beobachten am Montag das Training.
Präsident Christian Constantin, der jetzt auch in sportlichen Fragen das Sagen hat, und sein neuer Assistenztrainer Jean-Claude Richard beobachten am Montag das Training.
Keystone
Jean-Claude «Boubou» Richard ist immer zur Stelle, wenn der FC Sion eine Trainerlizenz braucht. Viermal war er zuvor bei den Wallisern als Interimstrainer tätig gewesen.
Jean-Claude «Boubou» Richard ist immer zur Stelle, wenn der FC Sion eine Trainerlizenz braucht. Viermal war er zuvor bei den Wallisern als Interimstrainer tätig gewesen.
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Uli Stielike war nicht bereit, unter Christian Constantin als Pro-Forma-Trainer zu arbeiten. «Ich habe Stielike während 150 Tagen ruhig arbeiten lassen», rechtfertigte Constantin den 18. neuen Trainer in seiner etwas mehr als fünf Jahre dauernden zweiten Amtszeit als Präsident.
Uli Stielike war nicht bereit, unter Christian Constantin als Pro-Forma-Trainer zu arbeiten. «Ich habe Stielike während 150 Tagen ruhig arbeiten lassen», rechtfertigte Constantin den 18. neuen Trainer in seiner etwas mehr als fünf Jahre dauernden zweiten Amtszeit als Präsident.
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Constantin wird dem FC Sion nach eigener Aussage bis zur Winterpause - die Walliser tragen am 13. Dezember gegen Neuchâtel Xamax ihr letztes von noch sechs Spielen im Jahr 2008 aus - als Chefcoach mit besonderen Aufgaben vorstehen. «Ich bin der Patron beim FC Sion - sonst niemand», unterstrich der exzentrische Sion-Boss am Montagabend gegenüber dem welschen Fernsehen TSR.

Die Trainings werden nicht vom exzentrischen Architekten, sondern von dessen Statthaltern Jean-Claude Richard und José Sinval geleitet. Constantin sieht sich für die taktischen und technischen Belangen verantwortlich. «Ich habe keine Lust auf Trainings. Ich muss meine Rolle als Patron ausfüllen und die richtigen Worte finden, damit die Gruppe wieder vorwärts kommt», so Constantin.

Nur: Die nötigen Diplome, einen Super-League-Verein zu trainieren, besitzt der Sittener Präsident gar nicht. Zudem ist er vom Verbandssportgericht des Schweizerischen Fussballverbands im September wegen eines Vorfalls vom Dezember 2004 mit einer viermonatigen Platzsperre belegt worden.

Chassot wird auf der Bank sitzen

Constantin darf sich während der Partien nicht auf dem Terrain und im Kabinengang aufhalten, die Garderobe kann er dagegen betreten. Deshalb hat er die Aufgaben intern wohlweislich verteilt: Die Übungseinheiten leitet seit Montagmorgen das Duo Richard/Sinval, die Trainingspläne stellt Christian Zermatten zusammen und auf der Bank wird während Spieltagen der sportliche Direktor Freddy Chassot Platz nehmen. Der bisherige Trainer, der Deutsche Uli Stielike, wollte sich gemäss Constantin nicht für das neue Projekt einspannen lassen und ist nach fünf Monaten «freiwillig von seinem Amt zurückgetreten». Stielike sagte gegenüber TSR, dass er nicht die Marionette habe spielen wollen.

Es ist davon auszugehen, dass sich die beiden Parteien vor Gericht wiedersehen werden. Der einstige Schweizer Nationalcoach Stielike hatte auf Wunsch von Constantin im Mai einen Dreijahresvertrag unterschrieben. In den letzten sieben Partien blieb Sion sieglos, holte in dieser Phase vier Punkte, kassierte aber in Bern (0:5) und Basel (0:3) vernichtende Auswärtsniederlagen.

si/str

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