Costanzo muss gegen YB zuschauen

Spielmacher Moreno Costanzo, von YB an Aarau verliehen, darf am Sonntag gegen die Young Boys nicht eingesetzt werden. Das war Bestandteil des Transferdeals.

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Fabian Ruch

Am Sonntag treten die formstarken Young Boys in Aarau an. Dabei werden sie nicht auf ihren langjährigen Spieler Moreno Costanzo treffen. Der Regisseur, den YB für die Rückrunde an Aarau verlieh, darf in den zwei Partien in diesem Frühling gegen die Berner nicht eingesetzt werden – das war Bestandteil des Transferdeals, wie YB auf Nachfrage bestätigt.

Uli Fortes klare Worte

Der FC Aarau steckt in der Krise und mitten im spannenden Super-League-Abstiegskampf. Costanzo soll das Aufbauspiel der Aarauer ordnen, überzeugte in den letzten Wochen aber ebenfalls nicht restlos. «Ich möchte mich derzeit auf den Fussball konzentrieren», sagt Costanzo, «es ist genug über mich gesagt und geschrieben worden.» Der 27-Jährige ist ein ausgezeichneter Fussballer, er hat sein grosses Potenzial in den viereinhalb Jahren in Bern jedoch selten konstant ausgeschöpft.

«Ich mag ihn sehr, als Fussballer und Mensch», sagt YB-Coach Uli Forte, «aber Costanzo hat es bei YB nie geschafft, unverzichtbar zu werden.» Costanzo schoss zwar viele Tore und bereitete zahlreiche vor, er stieg zum Schweizer Nationalspieler auf – aber jeder Trainer in Bern setzte ihn irgendwann auf die Ersatzbank. Forte, der seit gemeinsamen Zeiten in St.Gallen als Förderer Costanzos gilt, meint, der Techniker habe es bei YB zuletzt nicht mehr einfach gehabt. «Das Publikum war sehr, sehr kritisch und erwartete von ihm besondere Dinge.»

Zukunft offen

Jetzt unternimmt die Nummer 10 in Aarau einen neuen Anlauf, die Karriere zu beleben. Im Sommer kehrt Costanzo zurück zu YB, sein Vertrag läuft bis 2017. Ob er eine Zukunft in Bern besitzt, ist offen. «Wir beobachten ihn und werden nach der Saison eine Lösung finden», sagt Forte.

Am Sonntag ab 13.45 Uhr startet unser Live-Ticker.

Berner Zeitung

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