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Erst keine Versöhnung, dann die Verletzung

Nationalcoach Vladimir Petkovic weiss trotz seiner Reise nach Liverpool nicht, ob Xherdan Shaqiri im Oktober spielt.

Daumen hoch: Shaqiri gab bekannt, in Zukunft wieder für das Schweizer Nationalteam zu spielen. Zur Zeit laboriert der 27-Jährige an einer Wadenverletzung.
Daumen hoch: Shaqiri gab bekannt, in Zukunft wieder für das Schweizer Nationalteam zu spielen. Zur Zeit laboriert der 27-Jährige an einer Wadenverletzung.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Die Beziehung von Vladimir Petkovic mit Shaqiri soll nicht die beste sein. Doch zuletzte besuchte Petkovic den Spieler in Liverpool, um die Wogen zu glätten.
Die Beziehung von Vladimir Petkovic mit Shaqiri soll nicht die beste sein. Doch zuletzte besuchte Petkovic den Spieler in Liverpool, um die Wogen zu glätten.
Ennio Leanza, Keystone
Vladimir Petkovic hatte an einer Pressekonferenz im September viel Verständnis für Shaqiris Absage geäussert. Er hatte aber auch gesagt: «Unser Verhältnis ist okay. Aber es könnte auch besser sein.»
Vladimir Petkovic hatte an einer Pressekonferenz im September viel Verständnis für Shaqiris Absage geäussert. Er hatte aber auch gesagt: «Unser Verhältnis ist okay. Aber es könnte auch besser sein.»
Melanie Duchene, Keystone
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Es trifft Xherdan Shaqiri in diesen Tagen frei nach dem Motto: Zuerst hatte er kein Glück. Und dann kam auch noch Pech dazu.

Es ist Ligacup-Woche in England. Der FC Liverpool tritt am Mittwoch bei Milton Keynes an. Shaqiri hätte gegen den Drittligisten ziemlich sicher wieder einmal länger spielen dürfen. Es kommt nicht so weit. Am Dienstag erlitt der Offensivspieler im Training eine Wadenverletzung. Erste Untersuchungen deuten auf einen Muskelfaserriss hin.

Wie gravierend die Blessur ist, zeigen die kommenden Tage. In der Vergangenheit hatte Shaqiri wiederholt muskuläre Probleme, zuletzt verpasste er einen Teil der Saisonvorbereitung, weil er im Juni mit der Schweiz in Portugal eine ähnliche Verletzung wie jetzt erlitten hatte.

Kein Erfolg beim Treffen in England?

Fürs Nationalteam spielte Shaqiri seither nicht mehr. Bei den EM-Qualifikationspartien im September in Irland und gegen Gibraltar fehlte er – mutmasslich wegen Lustlosigkeit, Shaqiris Verhältnis zu Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist belastet. Und seine jüngste Verletzung erlitt der 27-Jährige ironischerweise wenige Stunden, nachdem er in Liverpool Besuch aus der Schweiz empfangen hatte.

Offenbar weilte am Montag eine Delegation mit Petkovic und Nationalteam-Direktor Pierluigi Tami in England, um die atmosphärischen Störungen aus der Welt zu schaffen. Der Schweizerische Fussball-Verband will das Treffen nicht bestätigen, sondern in dieser Sache erst wieder kommunizieren, wenn Resultate vorliegen. Das deutet darauf hin, dass der Annäherungsversuch noch nicht zum Erfolg geführt hat.

Mitte Oktober tritt die Schweiz in Dänemark und gegen Irland zu Schlüsselpartien im Kampf um einen EM-Platz an. Vielleicht mit Shaqiri. Wenn er bis dann wieder will. Und kann. Es wird eng.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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