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«Es macht Spass, YB zuzusehen»

Alain Rochat wechselte im Sommer von YB zu Lausanne. Vor der Partie am Sonntag wird der 34-jährige Innenverteidiger geehrt. Der Romand spricht von einem bewegenden Moment und lobt seinen früheren Arbeitgeber.

Geehrt: Alain Rochat mit YB-Sportchef Christoph Spycher.
Geehrt: Alain Rochat mit YB-Sportchef Christoph Spycher.
Christian Pfander

Den Höhepunkt des Tages erlebt Alain Rochat vor dem Spiel: Als die beiden Teams im Stade de Suisse auf den Platz gelaufen sind und an der Mittellinie Aufstellung nehmen, wird der 34-jährige Innenverteidiger von den Young Boys geehrt. Nach insgesamt sieben Jahren in Bern verliess er diesen Sommer YB in Richtung Lausanne. Rochat erhält von Sportchef Christoph Spycher Blumen, ein eingerahmtes YB-Trikot mit seinem Namen und ein paar nette Worte, von den Zuschauern gibt es viel Applaus.

«Das war sehr schön. Ein bewegender Moment», sagt Alain Rochat. Der Rest des Nachmittags gestaltet sich für den Routinier weniger erfreulich, nach 22 Minuten und dem 2:0 scheint die Partie ­bereits entschieden. In der Folge kommen die Young Boys zu etlichen Chancen, Rochat und seine Kollegen werden zeitweise vorgeführt. «Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt», sagt Rochat. «Der Start war äusserst unglücklich.»

Bruder und Gegner

Der Romand steht in den Katakomben des Stade de Suisse. Er hat das Lächeln wiedergefunden. Mit Guillaume Hoarau tauschte er zuvor das Leibchen, es ist sein zweites YB-Trikot an diesem Nachmittag. Und als er auf dem Weg zum Fernsehinterview in der Mayonnaisetube einigen früheren Kollegen begegnet, wird er geherzt, umarmt, die YB-Akteure nennen ihn «fréro», Bruder. «Ich stehe mit vielen noch in Kontakt», sagt Rochat. Und meint, wenn immer es ihm möglich sei, schaue er sich die YB-Partien an.

In Lausanne ist Alain Rochat so etwas wie der grosse Bruder. In einem Kader mit lauter jungen und unerfahrenen Akteuren gibt er auf dem Platz den verlängerten Arm von Trainer Fabio Celestini. Er sei da, um die Kollegen nach solchen Partien wieder aufzubauen, sagt Rochat. «Wir wissen, dass es während der Saison immer mal wieder schwierige Phasen gibt.» Er spielt jetzt bei einem Aussenseiter, es ist nach seiner Zeit in Bern eine neue Erfahrung. Mit einem Punkt aus drei Partien belegt Lausanne den achten Rang.

Die Young Boys stehen derweil ganz zuoberst. Rochat findet, die Berner hätten Jahr für Jahr Fortschritte erzielt. Der Sieg im ersten Saisonspiel gegen Basel sei eindrücklich gewesen. «Und genau das, was das Team brauchte.» Über das Weiterkommen gegen Dynamo Kiew habe er sich enorm gefreut. «Es macht Spass, YB zuzusehen», sagt Alain Rochat. In der Regel, gestern gilt das für ihn nicht.

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