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FC Thun: Migros ist dabei – wer zieht mit?

Der FC Thun will in der Vermarktung neue Wege gehen: An die Stelle eines einzigen Hauptsponsors sollen mehrere Platin-Partner treten. Einer davon steht bereits fest: Die Migros, die das Panorama Center neben dem Stadion betreibt.

Seit klar ist, dass die Migros das Einkaufscenter neben dem neuen Thuner Fussballstadion betreiben wird, zeichnete es sich ab: Der Detailhandelsriese wird den FC Thun unterstützen. Jetzt ist die Katze definitiv aus dem Sack: Migros steigt auf die nächste Saison hin bei den Young Boys aus und beim FC Thun ein (vgl. Ausgabe von gestern). Geplant ist eine Sponsoringpartnerschaft für das Panorama-Center neben dem Stadion. «In der jetzigen Phase ist das eine tolle Message: Da kommt ein hochkarätiger Partner nach Thun!», freut sich Alain Kappeler, CEO der Stadion Thun AG. Migros sei bekannt für langfristige Engagements und nicht nur für ein, zwei Jahre – das habe sich auch bei YB gezeigt. Kappeler spricht von einer «Idealbesetzung». Genaue Zahlen zum Sponsoring der Migros nennt er nicht. Der Vertrag sei noch nicht unterschrieben, die Details würden erst erarbeitet. Es handle sich um «einen stolzen Betrag». Er gehe davon aus, dass Migros mit der Marke «Panorama-Center» auf den Thun-Trikots werben werde. «Sicher nicht mit OBI, weil da eine gewisse Identifikation mit YB besteht.»Allerdings soll die Migros nicht alleiniger Hauptsponsor bei Thun werden, wie Kappeler gegenüber dieser Zeitung verrät.

Weitere Grosssponsoren

Denn: «Wir wollen in der Vermarktung neue Wege gehen», sagt der Stadion-CEO. Einer der Hintergründe ist, dass mehrere Grosssponsoren das Risiko verkleinern. Steige plötzlich einer der Partner aus, seien die Folgen so weniger gravierend, führt Kappeler aus. Die Idee, die nun mit potentiellen Sponsoren diskutiert wird, geht von zwei oder gar drei sogenannten Platin-Partnern aus. Wer dabei ab Sommer wie auf den Trikots der Spieler vertreten sein wird, will Alain Kappeler noch nicht verraten. Er spricht lediglich von einem «innovativen Modell». «Wir müssen jetzt abklären, ob sich das Konzept mit mehreren Platin-Partnern realisieren lässt», blickt der Stadion-CEO in die unmittelbare Zukunft, die einige Verhandlungen mit potentiellen Sponsoren mit sich bringen wird. Mögliche Namen nebst Migros will Kappeler zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht nennen. Zu den Platin-Partnern sollen mehrere Gold-Partner hinzukommen, von denen einzelne auf den Trikots oder auf den Hosen vertreten sein werden. Die weiteren Sponsoren werden schliesslich als Silber- und Bronze-Partner bezeichnet. «Wir sind auch mit den bestehenden Sponsoren in Kontakt», sagt Alain Kappeler. Diese hätten sich positiv geäussert, was eine weitere Zusammenarbeit betreffe.

Eine zweite Vermarktungsplattform, für die Verhandlungen geführt werden, ist das neue Stadion selber, das im Sommer eröffnet wird (siehe Kasten). Da bieten sich gegenüber heute zusätzliche Sponsoringmöglichkeiten. Diese «statische» Werbung hat den Vorteil, dass die Sponsoren 365 Tage im Jahr präsent sind – also auch bei Anlässen, die nichts mit Fussball zu tun haben, etwa Konzerten. Zudem ist noch offen, ob ein Partner die Namensrechte am Stadion übernimmt. Hier will Kappeler möglichst bald Nägel mit Köpfen machen: «Wir möchten den Stadionnamen im Februar präsentieren.» Für das Namensrecht seien nur noch wenige Partner im Gespräch. Parallel läuft bei der Stadion AG intern der Findungsprozess, wie das Stadion heissen soll, wenn das Namensrecht nicht verkauft wird.

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