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FC Thun verliert gegen Winterthur

1:2 hat der FC Thun in Winterthur verloren. Fehler zu Beginn jeder Halbzeit waren die Ursache für die Gegentore.

Thuns Oscar Scarione beim Versuch, sich durchzusetzen.
Thuns Oscar Scarione beim Versuch, sich durchzusetzen.
Keystone

Nach vier Siegen in Folge musste sich der FC Thun gestern Abend wieder einmal mit dem Gefühl einer Niederlage auseinandersetzen. 1:2 verlor das Team von Trainer Murat Yakin beim FC Winterthur. Die Oberländer waren auf der Schützenwiese nicht die schlechtere, jedoch die ungeschicktere Mannschaft. Die Gäste machten sich das Leben selber schwer, jeweils zu Beginn jeder Halbzeit gerieten die Thuner in Rückstand. Zweimal hatten sie sich den Gegentreffer selbst zuzuschreiben.

Erst sechs Minuten waren gespielt, als Torhüter Sascha Stulz – durch einen schwachen Rückpass arg in Bedrängnis gebracht – ungenügend und direkt in die Füsse von Winterthur-Stürmer Rainer Bieli befreite. Der Wandervogel unter den Schweizer Fussballern hatte keine Mühe, den Ball zum 1:0 ins Tor zu schiessen.

Gar nur wenige Sekunden lief das Spiel nach dem Seitenwechsel, da überliessen die Oberländer dem Gegner das Mittelfeld. Angreifer Goran Antic nutzte die Freiheit und erzielte den zweiten Winterthurer Treffer. «Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, sofort bereit zu sein», sagte Thun-Verteidiger Timm Klose. «Vor allem wie es zum zweiten Gegentreffer kommt, ist mir deshalb ein Rätsel.»

Vergebene Chancen

Thun verkraftete die Rückschläge zwar jeweils gut. An seinem 19.Geburtstag gelangen Andreas Wittwer nach dem 0:1 einige gefährliche Hereingaben. Vorerst aber verpasste Stürmer Pape Omar Faye den Ausgleich. Seinen zwölften Saisontreffer erzielte der Senegalese nach 40 Minuten und der Flanke Benjamin Lüthis von der rechten Seite. Auch nach dem 1:2 kamen die Thuner zu einigen Möglichkeiten. Faye, Oscar Scarione und Nicolas Schindelholz vergaben aber ihre Chancen.

Noch einen Punkt liegt der FC Thun als Zweiter der Challenge League nach der Niederlage nun vor Winterthur, drei Zähler beträgt der Rückstand auf Leader Lugano. «Die Saison ist noch jung. Wir werden zum Siegen zurückkehren», sagte Klose.

Busaccas Rückkehr

Das Team der Stunde sei zu Gast, war vor dem Auftritt des FC Thun in der Winterthurer Lokalpresse zu lesen. Es schien, als hätten sich die Winterthurer davon zum Matchbesuch anregen lassen: 3000 Zuschauer, darunter Nationalspieler Hakan Yakin und Ex-Nationalkeeper Jörg Stiel, sahen das Spiel auf der Schützenwiese.

Nicht nur wegen des Erfolgs der Heimmannschaft brauchten sie ihr Kommen nicht zu bereuen. Das Spitzenspiel der Challenge League verlief spannend und intensiv. Eine Viertelstunde vor Schluss gingen nach einer Unsportlichkeit Scariones auch die Emotionen hoch. Kein Problem war das für den Spielleiter. Schliesslich handelte es sich gestern um den besten des Landes. Massimo Busacca kehrte nach Ablauf der Sperre wegen Zuschauerbeleidigung auf den Platz zurück. Bevor er am Mittwoch die bedeutungsvolle WM-Qualifikationspartie Russland - Deutschland pfeift, erhielt der Tessiner unter den Augen von Schiedsrichterchef Urs Meier auf einer viel kleineren Bühne die Gelegenheit zur Vorbereitung.

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