GC verkauft Zuber für 5 Millionen Franken

Die Grasshoppers verlieren einer ihrer besten Offensiv-Spieler. Steven Zuber wechselt per sofort zum russischen Meister ZSKA Moskau.

Go East: Steven Zuber schliesst sich ZSKA Moskau an.

Go East: Steven Zuber schliesst sich ZSKA Moskau an.

Steven Zuber unterzeichnete bei ZSKA Moskau einen Fünfjahresvertrag. Die Ablösesumme soll rund 5 Millionen Franken betragen. Bei seinem neuen Club wird der 21-Jährige Teamkollege des Ivorers Seydou Doumbia, der vor drei Jahren von den Young Boys nach Russland wechselte.

Steven Zuber spielte seit 2006 für die Grasshoppers. Nach zwei Jahren in den Jugend-Mannschaften debütierte er 2008 in der ersten Equipe und bestritt rund 130 Partien in der Super League. Er vollzieht den Transfer zu ZSKA gegen den Rat des neuen GC-Trainers Michael Skibbe. Der Deutsche hat Bedenken, dass Zuber im rauen Russland mit seiner für ihn unverständlichen Sprache nicht zurechtkommen könnte.

Sportlich ist der Weggang von Zuber für GC ein herber Verlust. Die beachtliche Ablösesumme hilft den Zürcher jedoch bei der angestrebten finanziellen Konsolidierung. Einen Teil der Einnahmen wird GC mit Blick auf die Champions-League-Qualifikation wohl in neues Personal investieren.

Zuber hat sich nicht nur mit seinen Leistungen in der Super League für einen Transfer empfohlen, sondern wohl auch beim Olympia-Auftritt in London vor zwölf Monaten. Der Lohn ist nun ein hoch dotierter Vertrag beim elffachen russischen Meister. In Moskau trifft er allerdings auf eine markant grössere interne Konkurrenz als zuletzt in Zürich. Im Mittelfeld besitzt Leonid Slutski die Qual der internationalen Wahl. 14 Spieler aus zehn Nationen stehen dem Coach zur Verfügung. Die Ansprüche und das Budget im Armeesport-Verein sind hoch –- in der Champions League genügt die Teilnahme allein nicht.

Einsätze sind für Zuber nicht programmiert. Wie rau das Klima im Osten Europas sein kann, erfuhr zuletzt Reto Ziegler. Der Schweizer Nationalspieler brach das Experiment bei Spartak Moskau relativ schnell wieder ab. Bei Dynamo Kiew, von der Grössenordnung durchaus zu vergleichen mit ZSKA, ringt Admir Mehmedi seit Monaten um einen Platz auf dem Rasen.

si

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