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Hütter spürt, Bürki verhandelt

Für den Spitzenkampf gegen Basel am Ostermontag kehrt Sékou Sanogo zurück ins Team, Djibril Sow hat noch nicht wieder mittrainiert. Verteidiger Marco Bürki steht vor einem Wechsel nach Belgien.

Der 24-jährige Verteidiger Marco Bürki verhandelt derzeit mit dem belgischen Erstligisten Zulte-Waregem. Der Wechsel ist aber noch nicht definitiv (29.3.2018).
Der 24-jährige Verteidiger Marco Bürki verhandelt derzeit mit dem belgischen Erstligisten Zulte-Waregem. Der Wechsel ist aber noch nicht definitiv (29.3.2018).
Andreas Blatter
Nach diversen Verletzungen kam Taulant Seferi in der laufenden Saison zu mehreren Teileinsätzen, soll nun aber beim FC Wohlen in der Challenge League Spielpraxis sammeln (16.2.2018).
Nach diversen Verletzungen kam Taulant Seferi in der laufenden Saison zu mehreren Teileinsätzen, soll nun aber beim FC Wohlen in der Challenge League Spielpraxis sammeln (16.2.2018).
Andreas Blatter
Nicolas Bürgy (rechts) bleibt noch für eine weitere Saison im Oberland.
Nicolas Bürgy (rechts) bleibt noch für eine weitere Saison im Oberland.
Keystone
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Es liegt etwas in der Luft. Am Donnerstagmittag im Stade de Suisse sind das hoch oben über dem Spielfeld vor allem die tiefhängenden Regenwolken, aber dazwischen scheint sie stark und spürbar, die YB-Sonne. Und da wäre da noch das Duell mit dem FC Basel am Ostermontag, vor dem sich das seit Wochen wachsende Interesse an den Young Boys zu kulminieren scheint. TV-Stationen, Radios, Printjournalisten, alle wollen sie etwas wissen von YB-Trainer Adi Hütter. Dass der Spitzenkampf seinem Namen kaum mehr gerecht wird, dass seine Mannschaft gerade 16 Punkte und noch ein Spiel vor dem FCB liegt, dass die Partie zwischen dem amtierenden und wohl künftigen Meister auch einer Art Stabsübergabe gleichkommt, so würde das Adi Hütter nie formulieren. Er sagt: «Das Interesse passt zu dem, was ich in Bern spüre: dem Gefühl, dass etwas Grosses passieren kann.»

Etwas Grosses, das ist der erste Titelgewinn seit 1987 allemal, und weil die Young Boys in den letzten Wochen so dominant und der letzte verbliebene Konkurrent Basel gleichzeitig so schwach aufgetreten ist, kommt ja dieses Sehnsuchtsziel für die Berner und ihren Anhang in einer anderen Gestalt daher, als sie sich das vielleicht ausgemalt haben in all den Jahren. Es ist mehr eine sich Woche für Woche akzentuierende Gewissheit, nicht mehr einholbar zu sein, als ein eruptiver, von einem grossen Sieg begleiteten Moment. Der Durchmarsch von YB lässt weder Hoffnung beim Gegner, noch Zweifel bei den eigenen Fans zu. Für sie halten als Glücksverdichtung vor allem die zwei Spiele gegen Basel her. «In den letzten Jahren war der FCB sehr stark und wir mussten das akzeptieren. Jetzt haben wir die Gelegenheit, vor grosser Kulisse zu zeigen, dass wir dieses Verhältnis gedreht haben», sagt Hütter.

Wieder mit Sanogo, Sow bleibt fraglich

Basel muss, YB darf gewinnen, doch die eine Berner Niederlage wäre ja bei weitem noch nicht genug, um die Young Boys von ihrem Kurs noch abzubringen. Hütter kann am Montag im defensiven MIttelfeld wieder auf Sékou Sanogo zählen, er darf nach zwei abgesessenen Spielsperren wegen eines groben Fouls vor vier Wochen gegen Lugano wieder mittun. Kein schlechtes Timing – mit Djibril Sow ist nämlich der zuletzt beste Zentrumsspieler bei YB angeschlagen. Mit Bänderproblemen kehrte der 21-Jährige vom Spiel der U-21-Nationalmannschaft zurück und hat vorerst auf die Mannschaftstrainings verzichtet. Etwas Ernstes ist es nicht, aber ob es schon für die Partie am Montag reicht, ist noch nicht sicher. «Grundsätzlich finde ich es nicht sinnvoll, einen Spieler aufzustellen, der nicht hundertprozentig fit ist», sagt Hütter. Mit Leonardo Bertone stünde ein auch in den letzten Partien erprobter Ersatz bereit.

Bürki ab Sommer bei Zulte-Varegem?

Im Hinblick auf nächste Saison zeichnet sich bei den Young Boys ein erster Wechsel ab. Marco Bürki könnte YB im Sommer verlassen und zu Zulte-Waregem wechseln. Der Münsinger verhandelt derzeit mit dem Neuntplatzierten der belgischen Meisterschaft über ein fixes Engagement. Bürki ist in der aktuellen Saison bislang zu sechs Einsätzen in drei Wettbewerben gekommen, hinter dem Stammduo Steve von Bergen und Kasim Nuhu sowie Grégory Wüthrich war er in der Hierarchie der Innenverteidiger die Nummer 4.

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