«Ibrahimovic lässt Dragovic völlig kalt»

Österreichs Nationalcoach Marcel Koller tritt mit seinem Team am Freitag in der WM-Qualifikation gegen Schweden an. Sein Assistent Fritz Schmid sagt, was er Basel-Verteidiger Aleksandar Dragovic im Duell gegen Zlatan Ibrahimovic zutraut.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Zlatan Ibrahimovic, der Stürmer von Paris Saint-Germain, ist der Superstar der Schweden. Für seine Gegenspieler ist er ein Albtraum. Der 1,95 Meter grosse Modellathlet wurde einmal gefragt, ob es überhaupt einen Gegenspieler gebe, den er fürchte. Seine Antwort widerspiegelt sein unerschütterliches Selbstvertrauen, das auch schon mal in Arroganz münden kann. «Nein, ich fürchte keinen, denn wer mich stoppen will, muss mich umbringen.» Demut, Respekt und Bescheidenheit sind für den Exzentriker Fremdwörter. Diese Erfahrung mussten schon Trainer, Mitspieler, Gegner und Journalisten machen.

Auf dem Rasen ist Ibrahimovic ein perfekter Stürmer, taktisch intelligent, schnell, kopfball- und schussstark, technisch versiert, kompromisslos, wuchtig, mutig und unerschrocken in den Zweikämpfen. Österreichs Nationalcoach Marcel Koller will dem Schweden keinen speziellen Manndecker zuteilen, sondern das Problem vielmehr im Kollektiv lösen. «Es wird keinen geben, der 90 Minuten an den Fersen von Ibrahimovic klebt. Das ist die Aufgabe der ganzen Mannschaft.»

«Dragovic ist mit allen Wassern gewaschen»

Die Position von Ibrahimovic als Sturmspitze bringt es zwangsläufig mit sich, dass der Innenverteidiger des FC Basel, Aleksandar Dragovic, vorwiegend mit Ibrahimovic zu tun haben wird. «Doch das lässt ihn völlig kalt. Er ist ein frecher Hund, mit allen Wassern gewaschen und kennt auch keinen Respekt vor grossen Namen», sagt Fritz Schmid, Kollers Assistent bei der österreichischen Nationalmannschaft, gegenüber thunertagblatt.ch/Newsnetz. Dragovic werde mit Garantie nicht in Ehrfurcht erstarren.

«Er zeigte auch vor Torres keinen Respekt»

Dragovic strotze nach der hervorragenden Saison mit Meister Basel nur so vor Selbstvertrauen. «Er ist auch im Training extrem auf seine Arbeit fokussiert und sehr ehrgeizig», sagt der Zürcher. Er habe mit seinem Club auch international hervorragende Spiele abgeliefert. «Er zeigte in den Spielen der Europa League beispielsweise auch vor Chelseas Torjäger Fernando Torres überhaupt keinen Respekt. Der Spanier ist immerhin Welt- und Europameister.»

Dragovic sei einer der besten Innenverteidiger Europas. «Er ist ein Spieler, der einfach gern verteidigt. Das macht ihm einen höllischen Spass, weil er unheimlich zweikampfstark ist. Er ist aber auch ein Meister der Angriffsauslösung und deshalb auch in der Offensive sehr wertvoll», lobt Schmid. Es sei durchaus möglich, dass einige grosse europäische Clubs an ihm interessiert seien. «Aleksandar wäre auch bereit für den nächsten grossen Schritt in seiner Karriere.»

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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