In der Lernphase zum Spitzenteam

Nach dem 2:2 gegen Xamax trauern die beiden FC Thun-Spieler Dejan Sorgic und Dennis Salanovic ihren verpassten Chancen nach.

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Simon Scheidegger@theSimon_S

Dejan Sorgic weiss nicht so recht, was er sagen soll zu seiner Gefühlswelt. Einerseits ist da die Freude, in letzter Sekunde doch noch einen Punkt gegen Xamax geholt zu haben. Andererseits aber auch die Gewissheit, dass gegen den Aufsteiger problemlos auch ein Sieg drin gelegen wäre, dass sich aber in der zweiten Halbzeit eine unerwartete Passivität im Team der Thuner breitmachte, die ihnen fast eine Niederlage eingebracht hätte.

«Es sind gemischte Gefühle», sagt Sorgic. In seinem Kopf spielen sich zu diesem Zeitpunkt die zahlreichen Chancen ab, die sich die Thuner vorab in der ersten Halbzeit erarbeitet haben. «Wir hatten genug Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen», sagt Sorgic.

Wenn Dennis Salanovic in der zweiten Minute ins Tor statt an den Pfosten getroffen hätte oder wenn er seinen Schuss kurz nach der Pause nicht übers Gehäuse gesetzt hätte, hätte die Partie eine ganz andere Wendung nehmen können. Dito, wenn Sorgic allein vor Xamax-Torhüter Walthert kaltblütiger agiert hätte oder wenn sein Abschluss in der Schlussphase nicht links am Pfosten vorbeigeschrammt wäre.

Der Zuger erzielte zwar vor der Pause seinen achten Saisontreffer, hätte er aber effizienter agiert, hätte Thun das Spiel wahrscheinlich nicht nur gewonnen, sondern Sorgic hätte in der Torschützenliste wohl auch zu Leader Guillaume Hoarau aufgeschlossen oder den Franzosen gar überholt. Wahrscheinlich sei nach der strengen Woche mit drei Partien innert sieben Tagen die Müdigkeit ein Faktor gewesen für die mangelhafte Effizienz.

Erwartungen gestiegen

Aber der 29-Jährige gibt auch zu bedenken, dass nach dem starken Saisonstart auch die Erwartungen an die ganze Mannschaft und einen selber gestiegen seien. «Wir machen alles dafür, weiter oben mitzuspielen», sagt Sorgic. Aber nachdem die Thuner in der letzten Saison lange gegen den Abstieg spielen mussten, sei das jetzt für alle eine neue Erfahrung. «Wir sind noch in der Lernphase.»

Auch Salanovic trauert seinen verpassten Möglichkeiten nach. Der Liechtensteiner, der gegen Xamax erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Meisterschaft von Beginn an spielte, sagt, mindestens eine Chance müsse er nutzen. «Aber wir dürfen nicht aufhören, an uns zu glauben. Wir müssen einfach so weitermachen. Im nächsten Spiel gehen sie dann wieder rein.» Nächsten Samstag empfangen die Thuner Basel. (sis)

Berner Zeitung

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