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Kleiner Zettel, grosse Wirkung

Ein Torschuss reichte den Oberländern zum Punktgewinn beim FC Vaduz. Das 1:1 war geprägt von spielerischer Magerkost.

Die Befreiung: Ridge Munsy bejubelt den Ausgleich, den Berat Sadik nach einem Missverständnis von Florian Stahel  und Goalie Peter Jehle erzielt hat.
Die Befreiung: Ridge Munsy bejubelt den Ausgleich, den Berat Sadik nach einem Missverständnis von Florian Stahel und Goalie Peter Jehle erzielt hat.
Keystone
Die Vaduzer Pascal Schuerpf, rechts, und Diego Ciccone, links, im Kopfballduell mit dem Thuner Stefan Glarner, Mitte.
Die Vaduzer Pascal Schuerpf, rechts, und Diego Ciccone, links, im Kopfballduell mit dem Thuner Stefan Glarner, Mitte.
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Der Torschütze Franz Burgmeier, vorne, feiert zusammen mit seinem Mitspieler Diego Ciccone den Führungstreffer zum 1:0.
Der Torschütze Franz Burgmeier, vorne, feiert zusammen mit seinem Mitspieler Diego Ciccone den Führungstreffer zum 1:0.
Keystone
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Die Matchuhr zeigte die 72.Minute an, als Ridge Munsy anstelle von Nelson Ferreira auf den Platz kam. Urs Fischer wollte die vorher so enttäuschende Offensive beleben, das 0:1 verhindern und damit die erste Saisonniederlage gegen den Aufsteiger nach zwei 1:0-Siegen. Munsys erster Weg führte aber nicht in die Spitze, sondern direkt zu Dennis Hediger. Der ehemalige Krienser übergab dem Captain einen Zettel mit Informationen, welche dieser rennend las, während der Ball bereits wieder im Spiel war. «Wir wollten das System etwas umstellen, und so konnte ich auch einen Blick darauf werfen», sagte Hediger, der das Papier dann unter den Stulpen verstaute. Absender des Zettels war natürlich Fischer. «4-3-3 stand darauf mitsamt den Namen», lüftete der Trainer nach Spielende das Geheimnis. Eine Umstellung, die nötig geworden war, weil die Thuner sich immer wieder die Zähne am Abwehrverbund ausgebissen hatten. Der Massnahme war rasch Erfolg beschieden. Hediger spedierte den Ball nach einem missglückten Befreiungsschlag per Kopf in den Sechzehner, Berat Sadik profitierte von einem Missverständnis zwischen Peter Jehle und Florian Stahel und spedierte den Ball abgebrüht als Lob ins Tor (77.).

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