Knall bei GC – der Hauptsponsor springt ab

Reinhard Fromm zieht sich von den Grasshoppers zurück. Und er attackiert Präsident Anliker: «Er ist als Firmenführer total überfordert.»

Fertig Fromm: In dieser Saison prangt das Logo noch auf der Brust der Grasshoppers. Aber ab der kommenden Spielzeit muss der Club einen neuen Leibchensponsor suchen.

Fertig Fromm: In dieser Saison prangt das Logo noch auf der Brust der Grasshoppers. Aber ab der kommenden Spielzeit muss der Club einen neuen Leibchensponsor suchen.

(Bild: Keystone)

Es ist der nächste Tiefschlag für die Grasshoppers: Erst am Wochenende sind sie wieder einmal auf den letzten Platz der Super League gesunken. Und jetzt verkündete auch noch Hauptsponsor Reinhard Fromm via «Blick.ch» seinen Rückzug. Je nach sportlichem Erfolg hat er bislang für sein Trikot-Sponsoring zwischen 500'000 Franken und einer Million pro Saison bezahlt.

Fromm bestätigt dieser Zeitung, dass er ab kommender Saison nicht mehr GC-Sponsor sein wird: «In Anbetracht der desolaten Lage und solange das Aktionariat und das Management so aufgestellt sind, bin ich nicht mehr dabei.» Lieber gebe er sein Geld jungen Tennisspielern: «Oder ich stifte es für karitative Zwecke.»

Ausschlag für Fromms Entscheidung hat eine Geschichte des «Blick» gegeben. In der heutigen Ausgabe wird berichtet, dass CEO Manuel Huber derzeit in der Karibik Ferien macht, anstatt auf dem GC-Campus in Niederhasli Krisenmanagement zu betreiben.

Fromm hat immer wieder öffentlich Kritik an der aktuellen GC-Führung geübt. Präsident und Architekt Stephan Anliker wirft er nun vor, er könne «keine Firma managen, als Firmenführer ist er total überfordert». Und Autohändler Peter Stüber interessiere sich gar nicht für GC. Seit drei Wochen sind die beiden im Besitz von jeweils 45 Prozent der GC-Fussball-Aktien. Damals stieg Mehrheitsaktionär Heinz Spross aus.

Jetzt ist die Gruppe von reichen Männern, die die defizitären Grasshoppers mit ihrem Geld am Leben halten, noch einmal um eine wichtige Persönlichkeit kleiner geworden. Es wird einsam um Stüber und Anliker. Und sportlich wird die Lage immer verzwickter.

«Wenn kein Wunder passiert, steigt GC am Ende ab», stellt Fromm düster fest. Das wird dann allerdings nicht mehr sein Problem sein.

ths/fra

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