Zum Hauptinhalt springen

Zittersiege für St. Gallen, Luzern und Lugano

Mit viel Mühe erreichen St. Gallen, Luzern und Lugano die Cup-Viertelfinals. Dort haben YB, Basel und der FCZ Heimrecht zugelost bekommen.

Eigentor entscheidet Partie in Delsberg: St. Gallens Spieler feiern das Tor zum 2:1 im Stadion La Blancherie in Delémont. (26. Oktober 2017)
Eigentor entscheidet Partie in Delsberg: St. Gallens Spieler feiern das Tor zum 2:1 im Stadion La Blancherie in Delémont. (26. Oktober 2017)
Peter Schneider, Keystone
St. Gallens Torschütze zum 1:1, Tranquillo Barnetta (r.), zieht an seinen Gegenspielern vorbei.
St. Gallens Torschütze zum 1:1, Tranquillo Barnetta (r.), zieht an seinen Gegenspielern vorbei.
Urs Lindt/freshfocus
Lugano erzielt seinen Siegestreffer zum 3:2 in Schötz erst zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung.
Lugano erzielt seinen Siegestreffer zum 3:2 in Schötz erst zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung.
Alexandra Wey, Keystone
1 / 3

St. Gallen mit 2:1 in Delsberg, Luzern mit 3:2 in Echallens, Lugano mit 3:2 nach Verlängerung in Schötz: In den letzten drei Cup-Achtelfinals haben die Super-League-Klubs mit den Kleinen grösste Mühe.

Der FC Luzern wartet in der Super League seit Anfang August auf einen Sieg. Die Krisen-Symptome zeigten sich bei den Innerschweizern auch im Cup gegen den Erstligisten Echallens. Der 3:2-Sieg fiel alles andere als überzeugend aus. Die Waadtländer brachten den Favoriten immer wieder in Bedrängnis, glichen kurz vor der Pause mit einem Foulpenalty zum 1:1 und in der 69. Minute zum 2:2 aus. Echallens stand einem weiteren Exploit nach den Erfolgen gegen die Challenge-League-Klubs Aarau und Neuchâtel Xamax nahe.

Die Erlösung für Luzern kam in der 86. Minute bezeichnenderweise durch einen Spieler, der in dieser Saison öfters für die zweite Mannschaft in der 1. Liga als in der Super League gespielt hat: Der 19-jährige Ruben Vargas traf drei Minuten nach seiner Einwechslung mit der ersten Ballberührung zum Sieg. Im Gegensatz zu den ersten beiden Führungen durch Shkelqim Demhasaj (20.) und Filip Urginic (46.) konnte der FCL den Vorsprung diesmal über die Zeit bringen und qualifizierte sich zum dritten Mal in Folge für den Cup-Viertelfinal.

Lugano trifft in der 118.

Lugano erzielte den Siegestreffer zum 3:2 in Schötz erst zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung. Im Dorf im Luzerner Hinterland hatte einst auch St. Gallen grösste Mühe gehabt weiterzukommen. Vor 21 Jahren siegten die Ostschweizer, damals in den Viertelfinals, nach einem Penaltyschiessen.

Bis kurz vor Schluss der regulären Spielzeit sah es danach aus, als sollten die Tessiner vorzeitig alles regeln können. Aber Stürmer Labinot Aziri verwertete in der 90. Minute eine der guten Chancen, die sich für die Schötzer gegen die offensichtlich etwas nervös gewordenen Luganesi häuften. Luganos erstes Führungstor hatte der Marokkaner Marzouk nach 54 Minuten aus kürzester Distanz auf schöne Vorarbeit von Alexander Gerndt erzielt. In zwei weiteren Szenen trafen die Tessiner die Torumrandung (Schlenzer von Vecsei, Kopfball von Verteidiger Stanley Amuzie). Dennoch war die Vorstellung des Oberklassigen eher dürftig.

In der Verlängerung überstürzten sich die aussergewöhnlichen Szenen. Kurz nach dem vermeintlichen Siegestor des Ungarn Balint Vecsei nach 93 Minuten sah der Tessiner Bnou Marzouk die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl mussten die Gäste nach einem schweren Fehler von Ersatzgoalie Joël Kiassumbua den Ausgleich hinnehmen. Aber kurz vor dem Penaltyschiessen leistete sich der Schötzer Torhüter einen ähnlichen Bock, der zum entscheidenden 2:3 führte.

Heimspiele für YB, Zürich und Basel im Viertelfinal

Die Young Boys, Basel und Zürich, die drei Mannschaften, die in der Super League den Ton angeben, bekamen für die Viertelfinals vom 29./30. November Heimrecht zugelost.

Doublegewinner Basel empfängt den FC Luzern, die Young Boys spielen gegen St. Gallen, und Zürich misst sich mit dem FC Thun. In einem weiteren Viertelfinal wird Lugano daheim gegen die Grasshoppers antreten können.

Im Cup hatte Luzern dem FC Basel zuletzt zweimal alles abverlangt. Den Cupfinal 2012 gewannen die Basler erst im Penaltyschiessen, und in den Halbfinals 2014 setzten sie sich daheim mit 1:0 durch.

Telegramme:

Echallens - Luzern 2:3 (1:1). - 2251 Zuschauer. - SR San. - Tore: 20. Demhasaj (Schwegler) 0:1. 45. El Allaoui (Foulpenalty) 1:1. 46. Ugrinic (Schwegler) 1:2. 69. Veuthey 2:2. 86. Vargas (Rodriguez) 2:3.

Luzern: Zibung; Schwegler (68. Rodriguez), Schulz, Ziegler, Grether; Schneuwly, Custodio (83. Vargas), Kryeziu, Kutesa (62. Juric); Demhasaj, Ugrinic.

Bemerkungen: Luzern ohne Schürpf, Lustenberger, Arnold und Schindelholz (alle verletzt). 55. Lattenschuss von Demhasaj. 94. Rote Karte gegen Samandjeu (Echallens).

Delémont - St. Gallen 1:2 (1:0). - 2780 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 7. Stadelmann 1:0. 47. Barnetta 1:1. 77. Carvalho (Eigentor) 1:2.

St. Gallen: Stojanovic; Koch, Hefti, Lüchinger; Tschernegg, Musavu King, Taipi, Tafer; Aleksic (70. Aratore), Barnetta (86. Babic); Buess (92. Wiss).

Bemerkungen: St.Gallen ohne Kukuruzovic, Gönitzer (beide gesperrt), Ajeti, Toko und Krucker (alle verletzt).

Schötz - Lugano 2:3 (1:1, 0:0) n.V. - 1400 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 54. Marzouk (Sulmoni) 0:1. 90. Aziri 1:1. 93. Vecsei 1:2. 106. Gänsler 2:2. 118. Crnigoj 2:3.

Lugano: Kiassumbua; Yao, Sulmoni, Rouiller, Amuzie; Vecsei, Sabbatini, Piccinocchi (62. Crnigoj); Marzouk, Gerndt (74. Carlinhos), Milosavljevic (91. Mariani).

Bemerkungen: Lugano ohne Jozinovic, Guidotti (beide verletzt) und Bottani (krank). 37. Lattenschuss Vecsei. 69. Kopfball von Amuzie ans Lattenkreuz. Gelb-Rote Karte: 98. Marzouk.

SDA/nag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch