Münchner Watschn für Dortmund

Bayern München demontiert Borussia Dortmund im Spitzenkampf 5:0. Robert Lewandowski ist Doppeltorschütze.

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Bayern München deklassiert Borussia Dortmund im Bundesliga-Spitzenspiel. Der Meister setzt sich gegen den entthronten Leader mit 5:0 durch.

Noch ist nichts verloren für Lucien Favres Dortmund. Das ist die gute Neuigkeit nach dem Gastspiel in München. Die Ausgangslage, um den Serienmeister nach sechs gewonnen Trophäen zu stoppen, ist weiterhin gut. Der Rückstand beträgt bei noch sechs ausstehenden Runden nur einen Punkt. Doch wenn man das 100. Duell zwischen den beiden Mannschaften als Massstab nimmt, heisst die Nummer 1 in Deutschland ohne Wenn und Aber Bayern München.

«Wir haben heute eine Lehrstunde erhalten», gestand Favre. «Bayern München war viel, viel besser.» Noch klarer äusserte sich Marco Reus, der Captain der Dortmunder: «Wir haben katastrophal gespielt. Ich habe ehrlich gesagt keine Erklärung dafür. So dürfen wir nicht auftreten, wir waren heute ganz klar die schlechtere Mannschaft.»

Bayern überrumpelt Dortmund

Wenige Tage nach dem mühevollen 5:4 im Cup-Viertelfinal gegen den Zweitligisten Heidenheim nahm Bayern München seinen gefährlichsten Konkurrenten nach allen Regeln der Kunst auseinander. Der 28-fache Meister war in allen Belangen besser als das fragile Dortmund. Die Münchner fuhren in der ersten Halbzeit einen Angriff nach dem anderen, erspielten sich Chance um Chance gegen den jungen BVB, der in der 6. Minute seine beste Aktion präsentiert. Mahmoud Dahoud traf nur den Pfosten.

Danach leiteten zwei ehemalige Dortmunder den Untergang der Gäste ein. Mats Hummels traf in der 10. Minute nach einem Eckball mit dem Kopf, und Robert Lewandowski doppelte nach einem Fehler von Dan-Axel Zagadou mit seinem 200. Bundesliga-Treffer in der 17. Minute nach. Dass die weiteren Treffer der ersten Halbzeit erst nach der 40. Minute fielen, lag an der Latte (beim Kopfball von Thomas Müller), an Goalie Roman Bürki (bei einer weiteren Chance von Hummels) und an der etwas gedrosselten Geschwindigkeit im Kombinationsspiel der Bayern. Javi Martinez und Serge Gnabry sorgten dann doch noch vor der Pause für die frühzeitige Entscheidung im Spitzenspiel. Lewandowski gelang in der 89. Minute mit seinem zweiten Treffer noch das 5:0.

Der Sieg wird nicht zuletzt Trainer Niko Kovac guttun. Ihm wird seit Monaten vorgeworfen, dass seine Mannschaft gegen die starken Widersacher nicht gewinnen kann. Nun hat der Kroate das Gegenteil bewiesen, ihm ist es gelungen, seine Spieler perfekt einzustellen. Die Kritik wird nun Favre treffen. Schon zur Pause wurden Fragen aufgeworfen, etwa wieso es Mario Götze nicht in die Startformation schaffte, oder Lukasz Piszczek nach seiner langen Verletzungspause zum Einsatz kam.

Favre wollte nicht auf die Diskussionen um seine Taktik und seine personellen Entscheide eingehen: «Nach dem Spiel ist es immer einfach zu sagen, es sei keine gute Idee gewesen.» Seine Mannschaft müsse sich nun auf den nächsten Match gegen Mainz konzentrieren. Manuel Akanji, Chef der überforderten BVB-Abwehr, erinnerte daran, dass die Saison noch nicht vorbei ist. «Aber wenn wir weiter solche Leistungen zeigen wie heute, dann ist das Meisterrennen gelaufen.»

Bayern München - Dortmund 5:0 (4:0).
72'000 Zuschauer.
Tore: 10. Hummels 1:0. 17. Lewandowski 2:0. 41. Martinez 3:0. 43. Gnabry 4:0. 89. Lewandowski 5:0.
Bemerkungen: Dortmund mit Bürki und Akanji, ohne Hitz (Ersatz).

sda

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