Vergewaltigungsverfahren gegen Neymar eingestellt

Der Fall Neymar wird zu den Akten gelegt, weil es laut Staatsanwaltschaft nicht genügend Beweise für eine Vergewaltigung gebe.

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Die Staatsanwaltschaft will die Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen den brasilianischen Fussballprofi Neymar einstellen. Die leitenden Ermittlerinnen stellten am Donnerstag bei dem zuständigen Gericht im Bundesstaat São Paulo den Antrag, den Fall zu den Akten zu legen. «Die polizeilichen Ermittlungen haben nicht genug Beweise dafür gebracht, dass es eine Vergewaltigung gab», sagte Staatsanwältin Flávia Merlini. «Die polizeilichen Ermittlungen können aber jederzeit wieder aufgenommen werden, sobald neue Beweise vorliegen.»

Ein brasilianisches Model hatte Neymar vorgeworfen, sie Mitte Mai in Paris in angetrunkenem Zustand und «mit Anwendung von Gewalt» zum Sex gezwungen zu haben. Der Stürmer des französischen Meisters Paris Saint-Germain räumte zwar ein, die Frau getroffen zu haben, wies die Vergewaltigungsvorwürfe allerdings stets zurück. «Es gab eine Liebesbeziehung. Was nicht bewiesen werden konnte, ist, dass es beim Sex zur Gewalt kam», sagte Staatsanwältin Estefânia Paulin.

Das Model habe keine Beweise für ihre Vorwürfe vorgelegt. Sie habe sich bei der Vernehmung geweigert, ein Video auf ihrem Handy zu zeigen, auf dem die Tat angeblich zu sehen war, erklärte die Ermittlerin laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1. Später habe sie behauptet, das Telefon sei gestohlen worden.

chk/dpa

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