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Noch ein Tiefschlag für Italien

Italien hat das letzte Testspiel vor EM gegen Russland im Zürcher Letzigrund 0:3 verloren. Die Treffer für den EM-Halbfinalisten von 2008 schossen Kerschakow (60.) und Schirokow (75./89.).

Gerangel im Letzigrund: Der Italiener Antonio Cassano kämpft mit dem Russen Roman Schirkow um den Ball.
Gerangel im Letzigrund: Der Italiener Antonio Cassano kämpft mit dem Russen Roman Schirkow um den Ball.

Alexander Kerschakow, der Stürmer von Zenit St. Petersburg, bewies seine Skorerqualitäten und verwertete die erste Chance der Russen nach der Pause zum 1:0. Für die Entscheidung eine Viertelstunde später war Roman Schirokow besorgt, der nach einem Prellball zwischen Andrej Arschawin und Italiens Torhüter Morgan De Sanctis zum 2:0 abstaubte und mit dem 3:0 für den Schlusspunkt sorgte. Vor allem der Führungstreffer war entgegen dem Spielverlauf gefallen. Kurz vor dem 0:1 hatten Antonio Cassano und Claudio Marchisio (beide 52.) sowie Andrea Pirlo und noch einmal Cassano (beide 59.) den Führungstreffer für Italien mehrmals auf dem Fuss.

Nach einer Woche voller Turbulenzen, in welcher der Wettskandal auf die Squadra Azzurra überschwappte und das Testspiel gegen Luxemburg aufgrund des Erdbebens in Norditalien abgesagt wurde, galt die Konzentration zumindest für 90 Minuten wieder dem Geschehen auf dem Rasen. Vor fast 20'000 ausschliesslich italienischen Fans im Letzigrund boten die beiden EM-Teilnehmer eine gute Stunde lang ein gehaltvolles Spiel mit reichlich Torszenen. Während Russland sich vor der Pause die besseren Chancen erarbeitet, trat Italien zu Beginn der zweiten Halbzeit dominanter auf. Trotzdem blieb das Team von Cesare Prandelli aber auch im vierten Testspiel seit der erfolgreichen Qualifikation im letzten Herbst ohne Torerfolg.

Balotelli zu Beginn sehr aktiv

Zumindest in den Startviertelstunden beider Halbzeiten war dem Spiel der Italiener von der derzeitigen Unruhe rund um die Mannschaft nichts anzumerken. Vor allem Mario Balotelli, der Publikumsliebling im Letzigrund, zeigte sich zu Beginn der Partie sehr aktiv. Nach einem Traumpass von Pirlo und herrlicher Ballmintnahme mit der Brust, scheiterte er am glänzend reagierenden Malafejew. Auch die zweite Grosschance der Squadra Azzurra vor der Pause bot sich dem Stürmer von Manchester City. Beim Querpass von Daniele De Rossi kam er nur Sekundenbruchteile zu spät (25.).

Während die italienische Offensive phasenweise gefiel, bekundete die Defensive wiederholt Probleme gegen die spielstarken Russen, die durch schnelles Kurzpassspiel und viele Positionswechsel in der gegnerischen Hälfte überzeugten. Kerschakow verpasste bei seinem Pfostenschuss in der 9. Minute die frühe Führung nur um Zentimeter. Und nach einer halben Stunde verfehlte Konstantin Zyrjanow zweimal das Tor nur knapp, ehe Juri Schirkow mit einer Direktabnahme an Gianluigi Buffon scheiterte.

Der Captain im Tor Italiens stand zusammen mit seinem Juve-Teamkollegen Leonardo Bonucci besonders im Fokus, nachdem die beiden in den letzten Tagen in Verdacht geraten waren, möglicherweise in den Wettskandal verwickelt zu sein. Vom Rummel um seine Person liess sich Buffon aber nichts anmerken und trat bis zur Pause, in der er De Sanctis Platz machte, gewohnt souverän auf.

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