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Petkovic – oder plötzlich doch noch ein anderer?

Das Liga-Komitee schlug Vladimir Petkovic als neuen Nationalcoach vor. Der SFV-Zentralvorstand fordert «weitere Abklärungen».

Gestern in der Europa League mit Lazio Rom unterwegs: Vladimir Petkovic.
Gestern in der Europa League mit Lazio Rom unterwegs: Vladimir Petkovic.
Keystone

Gestern einigte sich das Komitee der Swiss Football League an seiner ausserordentlichen Sitzung darauf, Vladimir Petkovic als neuen Nationaltrainer zu portieren; heute diskutierte der Zentralvorstand (ZV) des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) darüber. Und der Zentralvorstand ist in dieser Personaldiskussion das massgebende Gremium.

Bevor sich die neun Mitglieder trafen, wollte die «Gazzetta dello Sport» aber schon das Ergebnis kennen. Die italienische Zeitung spekulierte nicht, sondern schrieb: «Es ist fix.» Petkovic erhalte einen Zweijahresvertrag ab Sommer mit Option auf Verlängerung. Die offene Frage sei einzig die, ob der 50-Jährige bei Lazio Rom schon im Winter aus seinem bis Ende Saison laufenden Vertrag entlassen werde.

Kein Coach bestimmt

Am Nachmittag meldete sich der Verband mit einem Communiqué. Es sei kein neuer Coach bestimmt worden, Namen wurden keine genannt. Deuten liessen sich die Zeilen so, dass der Zentralvorstand von Petkovic nicht restlos überzeugt ist. Er beauftragte SFV-Präsident Peter Gilliéron und den Nationalmannschaftsdelegierten Peter Stadelmann damit, «weitere Abklärungen zu treffen».

Was das konkret heisst, mochte in Bern niemand kommentieren. Es seien immer noch eine Reihe von Fragen zu beantworten. Das kann Lohnvorstellungen betreffen, das kann aber auch bedeuten, dass sich das Duo doch noch einmal mit anderen Kandidaten beschäftigen muss.

Weiteres Vorgehen unklar

Vladimir Petkovic, der am Donnerstag mit Lazio Rom in der Europa League unterwegs war und Legia Warschau 2:0 besiegte, scheint zwar eine wahrscheinliche Lösung zu sein. Aber definitiv, wie gestern verschiedentlich vermeldet, ist seine Anstellung nicht. Über das weitere Vorgehen schweigt sich der Verband aus. Der Zentralvorstand wünscht von Gilliéron und Stadelmann «so bald wie möglich über die Ergebnisse ihrer geführten Gespräche» informiert zu werden, um eine Entscheidung zu fällen.

Die Suche nach Ottmar Hitzfelds Nachfolger soll sich zwar auf keinen Fall ins WM-Jahr 2014 hinziehen. Aber ob schon nächste Woche alles geklärt wird, ist ungewiss: Ab Mitte Woche weilt die Verbandsspitze in Brasilien an der WM-Gruppenauslosung.

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