Zum Hauptinhalt springen

Rotieren, aber nicht brillieren

Der FC Thun gewinnt gegen Bernex-Confignon 2:0 und steht in der zweiten Cuprunde.

Der Underdog aus Genf lieferte dem Super-League-Verein aus dem Berner Oberland einen harten Kampf.
Der Underdog aus Genf lieferte dem Super-League-Verein aus dem Berner Oberland einen harten Kampf.
Salvatore di Nolfi/Keystone
Erst der eingewechselte Nikki Havenaar trifft zum lange ersehnten, aber auch fälligen 1:0.
Erst der eingewechselte Nikki Havenaar trifft zum lange ersehnten, aber auch fälligen 1:0.
Salvatore di Nolfi/Keystone
Die Thuner lassen sich nach Spielschluss von den mitgereisten Fans feiern.
Die Thuner lassen sich nach Spielschluss von den mitgereisten Fans feiern.
Salvatore di Nolfi/Keystone
1 / 5

Es ist eine strenge Zeit für den FC Thun. Und eine kontrastreiche. Am Donnerstag noch spielte er vor über 30'000 Zuschauern bei Spartak Moskau. Nur drei Tage später im beschaulichen Stade Municipal in Bernex vor etwas mehr als 1000 Leuten. Die Auftaktpartie im Cup beim Signal FC Bernex-Confignon war bereits das fünfte Spiel in den letzten 15 Tagen. Insofern überrascht es nicht, schickte Trainer Marc Schneider im Vergleich zum kräfteraubenden Rückspiel der Europa-League-Qualifikation sechs frische Kräfte von Beginn an aufs Feld.

Ebenso wenig überrascht infolgedessen, dass sich die Thuner gegen die Mannschaft aus der interregionalen Zweitliga lange schwertaten, was aber nicht nur mit der fehlenden Eingespieltheit, sondern vielmehr auch mit dem tief stehenden Gegner zu tun hatte. Die Genfer formierten sich meist schon weit in der eigenen Platzhälfte und machten die Räume für den Superligisten eng. «Sie haben gut verteidigt», attestierte denn auch Schneider.

Der Thuner Trainer sah aber auch, dass vom Heimteam offensiv wenig Gefahr ausging. Andreas Hirzel, der im Tor der Berner Oberländer zu seinem Debüt kam, verbrachte jedenfalls einen ruhigen Arbeitstag. Dennoch wäre der Unterklassige an diesem schwülheissen Sonntagnachmittag plötzlich beinahe in Führung gegangen: Der Schuss aus grosser Distanz von Mickaël Mboli prallte nach 55 Minuten an die Latte. Es war ein Warnschuss, der den Thuner Verantwortlichen in Erinnerung rief, dass genau solche Sonntagsschüsse oft am Ursprung stehen von Cupüberraschungen.

So weit sollte es indes nicht kommen. Wenig später knackten die Thuner das Genfer Abwehrbollwerk. Zweimetermann Nikki Havenaar, zuvor für den am Fuss verletzten Miguel Rodrigues eingewechselt, stieg bei einem Eckball von Miguel Castroman am höchsten und köpfte ein, nur sechs Minuten später schloss Simone Rapp einen Angriff gekonnt zum 2:0-Schlussstand ab. «Wir haben sicher nicht brilliert», sagte Schneider. «Aber wir sind weiter. Das zählt.»

In der nächsten Runde steht für den FCT erneut eine Reise an den Genfersee an. Mitte September treffen die Thuner auf Stade Nyonnais aus der Promotion League.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch