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Roy Maybud: «Es geht auch um die Härte des Schlages»

Der 31-jährige Anwalt Roy Maybud aus Freiburg spricht darüber, wie er zu seinem Urteil im «Fall Doumbia» gekommen ist.

Herr Maybud, Ihr Urteil im «Fall Doumbia» ist überraschend mild. Warum wird der YB-Stürmer nur ein Spiel gesperrt? Mir ist bewusst, dass das Interesse an diesem Urteil gross ist und jeder eine eigene Meinung hat. Aber ich habe nur die Tat bewertet. Dabei wird unterschieden, ob es sich bei der Aktion um eine Tätlichkeit oder eine grobe Unsportlichkeit oder eine Unsportlichkeit handelte.

War Doumbias Ellbogenschlag in den Nacken von Aarau-Spieler Martin Stoll keine Tätlichkeit, wie man auf den TV-Bildern sieht? Der Begriff Tätlichkeit wird in der Umgangssprache anders definiert als in der Rechtsprechung. Und im Fussball gehen wir grundsätzlich nur von einer Tätlichkeit aus, wenn die Aktion abseits des Spielgeschehens und mit Vorsatz passiert ist. Das war bei Doumbia nicht der Fall, der Ball war noch im Spiel. Doumbia versuchte sich mit einer raschen Bewegung zu lösen und traf dabei Martin Stoll.

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