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Schweizerinnen gegen Deutsche chancenlos

Das Schweizer Frauen-Nationalteam ist wie erwartet mit einer Niederlage in die Qualifikation zur EM 2013 gestartet – 1:4 gegen Deutschland.

Rustikaler Einsatz: Caroline Abbe holt die Deutsche Fatmire Bajramaj von den Beinen.
Rustikaler Einsatz: Caroline Abbe holt die Deutsche Fatmire Bajramaj von den Beinen.
Keystone

Die Schweizerinnen hatten in Augsburg nie eine ernsthafte Chance auf einen Punktgewinn. Sie waren der DFB-Equipe in allen Belangen unterlegen und oft vom Tempo des Gegners überfordert. Einzig punkto Zweikampf-Härte konnte die Schweiz Paroli bieten. Das Resultat hätte deutlicher zugunsten des Gastgebers ausfallen sollen.

Bachmanns Tor als kleiner Trost

Die Schweizerinnen durften sich damit trösten, dass sie 31 Minuten lang das «zu Null» halten konnten und dass sie gegen Deutschland - zuletzt fünfmal in Serie Europameister - erstmals seit dem 28. August 1991 ein Tor erzielten. Den Anschlusstreffer zum 1:2 schoss die in Schweden bei Umea engagierte Ramona Bachmann in der 68. Minute, nachdem im Mittelfeld der Ball abgefangen worden war. Nur fünf Minuten später führte Linda Bresonik auf der anderen Seite die Vorentscheidung herbei. Sie traf im Anschluss an einen Corner per Kopf. Sowohl für das 1:0 als auch für das 2:0 hatten Melanie Behringer (jeweils als Passgeberin) und Fatmire Bajramaj (als Doppel-Torschützin) gesorgt.

Die deutsche Trainerin darf nach diesem Resultat aufatmen. Silvia Neid war im Juli nach dem überraschenden Viertelfinal-Out an der Heim-WM massiv in die Kritik geraten. Im Vorfeld der Partie gegen die Schweiz wurde sie mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Im deutschen Lager hatte in den vergangenen Tagen auch Ungewissheit geherrscht, weil Silvia Neid nach diversen Rücktritten (u.a. der mehrfachen Weltfussballerin Birgit Prinz) einen Umbruch einleiten musste.

Weiterhin kein Sieg gegen Deutschland

Die Schweizer Frauen müssen weiterhin auf den ersten Sieg gegen Deutschland warten. Aus Sicht der SFV-Auswahl ist die Bilanz aus den bisherigen Direktduellen miserabel: 15 Spiele, 1 Unentschieden, 14 Niederlagen und ein Torverhältnis von 3:71!

Aufgrund der deutschen Überlegenheit muss die Schweiz in der Gruppe 2 den 2. Rang ins Visier nehmen. Dieser Platz würde zumindest die Teilnahme an der Barrage im Oktober 2012 garantieren. Nur der Gruppensieger ist direkt für die EM 2013 in Schweden qualifiziert. Für die Schweizerinnen, die bei der Elite noch nie an einer bedeutenden Endrunde vertreten gewesen sind, dürfte der ärgste Rivale im Kampf um Position 2 Spanien sein. Am Mittwoch trifft die Schweiz auf dem Aarauer Brügglifeld auf Rumänien.

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