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Spektakel oder Langeweile

Heute (13 Uhr) erfahren die Young Boys, auf wen sie in der Europa League treffen werden.

Superstar: Zlatan Ibrahimovic jubelt neu für Manchester United – ein möglicher Europa-League-Gegner der Young Boys.
Superstar: Zlatan Ibrahimovic jubelt neu für Manchester United – ein möglicher Europa-League-Gegner der Young Boys.
Keystone

Manchester United, AS Roma und Nizza – es wäre doch noch ein Hauch von Champions League, den die Young Boys im Herbst erleben würden. So sähe die vielleicht attraktivste Gruppe aus, in der YB in der Europa League landen könnte.

Gestern fanden die letzten Playoff-Partien im kleinen der zwei kontinentalen Wettbewerbe statt, heute um 13 Uhr werden die 12 Gruppen der Europa League in Monaco ausgelost.

Die spektakulärste Mannschaft im Bewerb ist Manchester United, für viele der grösste Fussballklub der Welt. Unter dem neuen Trainer, dem umstrittenen Starcoach José Mourinho, und mit sehr exquisiter Belegschaft unternimmt der englische Rekordmeister einen teuren Anlauf, wieder die alte Bedeutung zu erlangen.

Stürmerikone Zlatan Ibrahimovic, Paul Pogba und Henrikh Mkhitaryan heissen die prominentesten Zugänge, insgesamt gab Manchester über 200 Millionen Franken alleine an Ablösesummen für frische Kraft aus. Wobei der hoch bezahlte Ibrahimovic ablösefrei kam.

Wieder gegen Donezk?

In Topf 1 hat es weitere Spitzenteams wie Inter und Schalke. Auffallend ist ausserdem, wie viele Vereine dabei sind, auf die YB in den letzten Jahren traf. Erwähnt seien Zenit St. Petersburg, Bilbao, Braga, Sparta Prag oder Fenerbahçe, das sich gegen GC in den Playoffs locker durchsetzte.

Möglich wäre auch ein erneutes Treffen mit Donezk und Karabach. Eine Gruppe mit Donezk, Nikosia und Karabach wäre ziemlich langweilig – auch für die YB-Fans.

Es überrascht deshalb nicht, hoffen die Young Boys auf zugkräftige Gegner. Dann hätten sie wohl einen Zuschauerschnitt von über 25 000 in den drei Heimspielen. Gegen wenig namhafte Klubs dagegen drohen bescheidene Kulissen im Stade de Suisse.

«Es wäre toll, wenn wir wieder gegen einen Klub wie Napoli oder Liverpool spielen würden», sagt Sportchef Fredy Bickel. Captain Steve von Bergen erklärt, ihm sei es relativ egal, auf wen YB treffe. «Es ist für uns sowieso ein Erlebnis, erneut in der Europa League zu sein.»

Für Trainer Adi Hütter wäre ein Duell mit seinem früheren Arbeitgeber Salzburg reizvoll. Der vom Dosengiganten Red Bull alimentierte österreichische Spitzenverein mit dem früheren YB-Spieler Christian Schwegler scheiterte zum neunten Mal beim Versuch, die Königsklasse zu erreichen. Beim 1:2 nach Verlängerung zu Hause gegen Zagreb hatten die Salzburger grosses Pech mit den Spielleitern.

Fast noch in Topf 2

YB nimmt schon zum vierten Mal seit 2010 an der Europa League teil. Zweimal überstanden die Young Boys die Gruppenphase und schieden in den Sechzehntelfinals aus, einmal scheiterten sie in einer Hammergruppe mit Liverpool, Udinese und Anschi nur knapp.

Auf den zweiten Schweizer Vertreter, Cupsieger und Challenge-League-Leader mit dem früheren YB-Trainer Uli Forte, können die Berner nicht treffen. Der FCZ stieg nach den Ergebnissen gestern zudem in Topf 3 auf. Dort liegen auch die Young Boys, die haarscharf den Sprung in Topf 2 verpassten.

(fdr)

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