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«Steht auf für die Zürcher Frauen»

Sie rappen, sie singen und sie schiessen viele Tore. Die Fussballerinnen des FCZ sind erneut Schweizer Meister.

Die jungen Fussballerinnen des FC Zürich sind erfolgsverwöhnt.
Die jungen Fussballerinnen des FC Zürich sind erfolgsverwöhnt.
Keystone
Die FCZ-Frauen im Mai 2013 nach dem Cupsieg gegen Basel: Dieser Titel konnte nicht verteidigt werden.
Die FCZ-Frauen im Mai 2013 nach dem Cupsieg gegen Basel: Dieser Titel konnte nicht verteidigt werden.
Keystone
Der Meistermacher: Der frühere Fussballprofi Dorjee Tsawa coacht die FCZ-Frauen seit Februar 2011.
Der Meistermacher: Der frühere Fussballprofi Dorjee Tsawa coacht die FCZ-Frauen seit Februar 2011.
Keystone
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«Mir sind äs Team, ä Einheit, gänd alles …», reimt die Zürcher Stürmerin Barla Deplazes. Die folgende Strophe gehört Riana Fischer. Die Tochter des Thuner Trainers und FCZ-Legende Urs Fischer rappt: «Mir wänd eus mässä mit dä stärchschtä vo Europa.» Dann setzt der Chor der jungen Fussballerinnen im Refrain ein: «Stönd all uf für d'Züri-Fraue. Kampf und Siig sind s'einzigä Ziil.»

«Alli gmeinsam»

Die Zürcherinnen zeigen mit ihrem ersten offiziellen Song «Alli gmeinsam» – dass sie auch neben dem Spielfeld kreativ sind. Auf dem Rasen sind sie auf nationaler Ebene sowieso seit Jahren das Mass aller Dinge.

Der FCZ steht nach dem 6:0 vom Samstag über den FC St. Gallen eine Runde vor Schluss vorzeitig und erneut als Schweizer Meister fest. «Wir haben uns im Verlaufe der Saison ständig weiterentwickelt», freut sich Meistermacher Dorjee Tsawa nach dem dritten Titelgewinn in Folge. Der frühere Fussballprofi will aber keinen davon besonders herausstreichen. «Jede Meisterschaft war einzigartig», hält er fest.

Im Gegensatz zur Vorsaison – als der FCZ die Liga nach Belieben dominierte (25 Siege, 145:9 Torverhältnis) – war es dieses Mal eine knappe Entscheidung. Der SC Kriens erwies sich als hartnäckiger Verfolger und fügte den Zürcherinnen im April auch eine der wenigen Niederlagen bei. Im Halbfinal des Schweizer Cups musste sich der FCZ 0:1 geschlagen geben.

Kiwic geht wohl in die Bundesliga

Dass die Zürcherinnen den Titel erneut verteidigen konnten, ist keine Selbstverständlichkeit. Neben den beiden deutschen Leaderinnen Inka Grings und Sonja Fuss verliessen im letzten Frühling mit Torfrau Stenia Michel (zu Jena), Selina Zumbühl, Manuela Zürcher (beide Rücktritt) sowie Noelle Maritz – sie gewann mit Wolfsburg soeben die Champions League – eine Reihe von Leistungsträgerinnen das Team.

Dadurch entstand eine neue Hierarchie. In die Leaderrolle wuchsen die drei Nationalspielerinnen Fabienne Humm, Rahel Kiwic und Nicole Remund. Und im Mittelfeld ist das 16-jährige Ausnahmetalent Cinzia Zehnder bereits nicht mehr wegzudenken. Sie dürfte wohl schon bald im Ausland spielen. Dorthin zieht es Kiwic bereits in diesem Sommer. «Rahel möchte in die Bundesliga wechseln», bestätigt Coach Tsawa.

Nationalspielerin Kuster kommt von GC

Dafür kann der FCZ auch schon den ersten Zuzug vermelden. Selina Kuster kommt zur neuen Saison vom Kantonsrivalen GC ins Heerenschürli. Die 22-Jährige spielte bereits 52-mal für das Schweizer Nationalteam.

Die Konstanz der Zürcherinnen ist aufgrund der Verjüngung bemerkenswert. Im letzten Herbst wurde über die Hürde Sparta Prag erstmals der Einzug in die Achtelfinals der Champions League geschafft. Dort spielten die FCZ-Frauen im November im Rückspiel trotz frostiger Temperaturen vor der Rekordkulisse von 7300 Zuschauern im Letzigrund gegen den FC Barcelona – waren dort aber chancenlos.

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