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Thuner wollen reagieren

Nach dem 1:2 gegen Sion steckt der FC Thun in der Ergebniskrise.

Thuns Basil Stillhart ist enttäuscht nach dem 1:2 gegen Sion.
Thuns Basil Stillhart ist enttäuscht nach dem 1:2 gegen Sion.

Am Donnerstagabend spät wirkte Thuns Trainer Marc Schneider emotional angefasst. Da waren die fürchterlichen ersten 40 Minuten, welche das 1:2 zu Hause gegen Sion eingeleitet hatten. Da war das Zeitspiel der Walliser, die keine Peinlichkeit ausgelassen hatten, den Erfolg über die Zeit zu schinden. Da war der übertriebene Jubel der Gäste, der bis zum Medienraum drang, wo die Pressekonferenz stattfand.

Doch als das Licht auf Rot ging, das Mikrofon eingeschaltet war, schob Schneider die Emotionen beiseite und sagte: «Wie wir während der ersten Halbzeit gespielt haben, das beschäftigt mich extrem. Danach haben wir uns aber aufgelehnt, wir müssten ein zweites Tor schiessen. Mit dieser Mentalität gilt es am Sonntag im Derby anzutreten.»

Es ist für die Thuner nicht die beste Zeit, bei YB zu gastieren. Seit sechs Partien sind sie sieglos, das Fehlen von Matteo Tosetti und Dennis Hediger macht sich bemerkbar. Gerade die Aggressivität und ordnende Hand Hedigers hätten die Oberländer gegen Sion gut gebrauchen können. Und doch reicht dies alleine nicht als Erklärung für die Darbietung am Donnerstag vor der Pause. Sportchef Andres Gerber glaubt, das Team hemme die Erwartungshaltung, die entstanden ist, die grosse Chance zu packen und Rang 3 zu verteidigen.

Kein Druck

Am Sonntag werden die Oberländer im vielleicht ausverkauften Derby keinen Druck haben. YB ist souveräner Leader und hatte am Donnerstag spielfrei, weil das Spiel in Luzern dem Schnee zum Opfer fiel. «Wir trainierten nach der Absage im Stade de Suisse», sagt Trainer Gerardo Seoane, der eine enge Partie erwartet: «Die Thuner verdienen grossen Respekt. Sie stehen nicht von ungefähr auf Platz 3.»

Die Young Boys dürften am Sonntag wieder im 4-4-2-System agieren, wobei Trainer Seoane in allen Mannschaftsteilen personelle Alternativen besitzt. Kevin Mbabu ist weiter gesperrt, Goalie David von Ballmoos aber nach seiner Oberschenkelblessur einsetzbar. (dwu/fdr)

So könnte YB spielen: von Ballmoos; Schick, von Bergen, Camara, Benito; Fassnacht, Sow, Lauper (Aebischer), Ngamaleu; Assalé, Hoarau. – Ohne Mbabu (gesperrt) und Sulejmani (verletzt).

So könnte Thun spielen: Faivre; Glarner, Sutter, Rodrigues, Joss; Gelmi; Stillhart, Karlen; Schwizer, Sorgic, Spielmann. – Ohne: Hediger und Tosetti (verletzt).

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