«Und dann erhalten wir drei unfassbare Tore»

Die Schweizer halten nach dem 3:3 gegen Dänemark mit Selbstkritik nicht zurück.

Da war die Schweizer Welt noch in Ordnung: Granit Xhaka trifft zum 2:0. (Video: SRF)

Es war für Granit Xhaka unerklärlich, was in den letzten zehn Minuten passiert ist: «Wir haben ein super Spiel gemacht, dem Match kontrolliert - und dann erhalten wir drei unfassbare Tore… Das ist natürlich enttäuschend.» Als er den Platz unter Applaus verliess, führten die Schweizer noch vermeintlich komfortabel 3:0. «Und bei diesem Stand», sagte Xhaka, «denkt man: Das Spiel ist durch.» War es aber nicht. Und darum merkte der Regisseur an: «Aus den Fehlern, die wir in der Schlussphase begangen haben, müssen wir unbedingt die Lehren für die Zukunft ziehen.» Ähnlich tönte es von Kevin Mbabu: «Wir wurden bestraft, weil wir nicht bis am Ende konzentriert blieben.»

Sommer: «Wir waren zu hektisch»

Drei Gegentore zwischen der 84. und 94. Minute kassierte die Schweiz. Goalie Yann Sommer suchte nach Erklärungen, wie die Schweiz ihren Vorsprung verspielen konnte: «Wir haben die Ordnung verloren. Wir waren zu hektisch. Wir haben es nicht mehr geschafft, den Ball zu halten und uns auch einmal foulen zu lassen, um den Schwung der Dänen zu bremsen.» Sommer schloss: «Es ist enttäuschend, zu Hause ein 3:0 zu verspielen. Wir haben es als Mannschaft nicht gut gemacht.» Xhakas Auswechslung sah Sommer nicht als Grund für die Wende: «Natürlich ist Xhaka ein wichtiger Spieler für uns. Aber wir lagen 3:0 vorne, das müssen wir einfach über die Zeit bringen.»

Akanji: «Mein Fehler beim 3:1»

Manuel Akanji fühlte sich direkt mitschuldig für das verrückte Ende: «Begonnen hat es mit meinem Fehler beim 3:1», sagte er, «ich wollte den Ball wegschlagen, aber das gelang mir nicht.» Trotzdem: Das 3:1 wäre nicht so schlimm gewesen, hätten die Schweizer danach die Kontrolle nicht vollends verloren. «Man muss in der Schlussphase dagegenhalten können, Zweikämpfe gewinnen, die Bälle weghauen, das Spiel einfach über die Runden bringen», kritisierte Akanji.

Das 3:1 für Dänemark. Video: SRF.

Petkovic: «Das ist ärgerlich»

Für Nationaltrainer Vladimir Petkovic war es «schwierig, das Resultat zu akzeptieren». Die Mannschaft habe die letzten Minuten «verschlafen», sie sei zu tief gestanden und habe den Dänen «mit individuellen Fehlern geholfen». Petkovic ärgerte sich über das «halbherzige» Spiel der Schweizer in der Schlussphase. Er gab aber auch zu, dass die Schweiz in der zweiten Halbzeit entgegen dem Spielverlauf zum 2:0 und 3:0 gekommen war. Diese Treffer seien unerwartet gekommen, weil der Gegner in dieser Phase mit Wucht gespielt habe und stärker gewesen sei. Trotzdem lautete sein Schlusswort: «Vom 3:0 zum 3:3, das ist ärgerlich.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt