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Wie ernst nimmt Juve die Young Boys?

Er schont einige Stammspieler und reisst vor dem Duell gegen YB Witze. Nur bei einer Frage vergeht Juve-Trainer Massimiliano Allegri das Lachen.

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Die Pressekonferenzen von YB und Juve vor dem Champions-League-Spiel in Turin. Video: Fabian Sanginés

Er ist das komplette Gegenteil von José Mourinho, zumindest während der Pressekonferenzen im Vorfeld der Champions-League-Partie gegen die Young Boys. Vor zwei Wochen wirkte der ManUnited-Trainer lustlos, redete leise – fast schon abwesend. Massimiliano Allegri hingegen, sein Pendant bei Juventus Turin, spricht mit lauter Stimme, gibt fleissig Auskunft und lässt sich sogar zu humorvollen Aussagen hinreissen.

Während Fussballtrainer vor Spielen gerne Verstecken spielen und sich weigern, ihre Aufstellungen zu verraten, beantwortet Allegri am Abend vor dem Heimspiel gegen YB mehrere offene Personalfragen. Beispielsweise verrät er, dass neben dem gesperrten Superstar Cristiano Ronaldo mit Abwehrchef Giorgio Chiellini, Rechtsverteidiger Joao Cancelo und Mittelfeld-Abräumer Sami Khedira gleich drei potenzielle Stammspieler nicht von Anfang an spielen werden. Letzterer ist noch angeschlagen, die anderen beiden werden im Hinblick vom Ligaspiel am Samstag gegen Udinese Calcio geschont. Auch wenn er anschliessend YB stark redet: Mit diesen Personalrochaden im Vergleich zum 3:1-Sieg im letzten Heimspiel gegen Napoli zeigt Allegri zumindest nicht die ganz grosse Angst vor dem Schweizer Meister.

Und was ist mit Bernardeschi?

Ebenfalls gibt der Italiener bekannt, dass die beiden Stürmer Mario Mandzukic und Paulo Dybala anfangen werden – und, dass Juve in der Abwehr mit einer Dreierkette spielen wird. Offen lässt er einzig, ob der italienische Offensivspieler Federico Bernardeschi zur Stammformation gehören wird. Auf die Ratespiele der anwesenden Journalisten, auf welchen Positionen der 24-Jährige spielen könnte, antwortet Allegri: «Klar könnte er spielen, schliesslich ist er ja Juve-Spieler. Vielleicht spielt er auf dem Flügel, vielleicht auf dem Halbflügel, vielleicht hinter den Stürmern – vielleicht aber auch gar nicht.» Dazu lacht der ehemalige Milan-Trainer fröhlich.

Dieses Lachen vergeht ihm bei der Frage, was er zur Spiegel-Recherche sage, wonach Cristiano Ronaldo eine Frau vergewaltigt haben soll: «Ich habe nichts davon gelesen. Deshalb kann und will ich nichts dazu sagen.»

Gut gelaunt zeigen sich übrigens auch die Berner. Darauf angesprochen, was der frühere Italien-Söldner Steve von Bergen (Cesena, Genua und Palermo) noch von Juventus Turin in Erinnerung habe, antwortet der YB-Captain: «Nicht viele Punkte.» Sollte sich das ändern, wäre es eine kleine Sensation.

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