«Wir liessen das Herzblut vermissen»

Thuns Trainer Marc Schneider zieht zu Beginn der Länderspielpause Fazit.

Froh, ist nun Pause: Thun-Trainer Marc Schneider.

Froh, ist nun Pause: Thun-Trainer Marc Schneider.

(Bild: Keystone)

Dominic Wuillemin

Nun beginnt die zweiwöchige Länderspielpause. Sind Sie unglücklich oder glücklich darüber?
Glücklich. Weil wir schon einige angeschlagene und verletzte Spieler zu beklagen haben, die bei uns eine wichtige Rolle innehaben. Wir verfügen nicht über die Breite im Kader, damit solche Ausfälle nicht ins Gewicht fallen würden.

Dazu passte es, dass Sie früh Abwehrchef Nicola Sutter auswechseln …
… und ich wieder umstellen musste. Ich hatte schon ein Mittelfeld nominiert, das in dieser Zusammensetzung nie zusammen gespielt hat. Dann musste ich auch noch Basil Stillhart in die Innenverteidigung beordern – so kam etwas viel zusammen.

Dementsprechend dürften Sie mit dem 1:1 leben können.
Absolut. Einen Sieg hätten wir nicht verdient. Wir machten zu wenig richtig, waren zu wenig präsent, es fehlte an zu vielen Automatismen.

«Vier Punkte aus den letzten vier Heimspielen – das ist zu wenig.»

Ihr Team ist in der Meisterschaft nun seit vier Partien sieglos. Wie bewerten Sie die letzten Wochen?
Der Ausfall von Dennis Hediger ist sicherlich ein Faktor, gerade in so umkämpften Partien wie gegen Luzern ist sein Fehlen offensichtlich. Wir vermissten einen Spieler, der das Heft in die Hand nimmt, der Drive ins Spiel bringt. Gerade resultatmässig verliefen die letzten Wochen nicht wie erhofft. Vier Punkte aus den letzten vier Heimspielen – das ist zu wenig. Wollen wir den dritten Rang behaupten, müssen wir uns in einigen Bereichen steigern.

An welche denken Sie?
Wir liessen das Herzblut, das die Fans zeigen, auf dem Platz vermissen. Zudem übernahmen wir im Ballbesitz zu wenig Verantwortung, wir hätten mehr und besser spielen können, dazu fehlte es uns an Mut.

Trotzdem belegt Thun mit 5 Punkten Vorsprung Rang 3. Wird nun offiziell das Ziel ausgegeben, diesen zum Saisonende zu wahren?
Das Ziel ist, so lange wie möglich dort oben zu bleiben. Dafür müssen wir wieder vermehrt punkten. Wir profitieren davon, dass die Liga ausgeglichen ist, dass hinter uns – abgesehen vielleicht von Luzern unter Häberli – kein Team konstant agiert. Ansonsten wären wir wohl schon überholt worden.

Ende April treffen Sie im Halbfinal des Schweizer Cups auf Luzern. Hat Ihnen das 1:1 Aufschlüsse gegeben?
Luzern ist eine physisch starke Equipe, die mit hohen und langen Bällen agiert. Der FCL spielte wie erwartet, dennoch konnten wir zuweilen nicht entgegenhalten.

Berner Zeitung

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