«Wir werden die Leute positiv überraschen»

Die Grasshoppers verpflichten mit dem ehemaligen FCB-Trainer einen grossen Namen. Dieser will offensiven Fussball spielen lassen und auf den Nachwuchs setzen.

Thorsten Fink bei seiner ersten Pressekonferenz als GC-Trainer. «Geben Sie uns eine Chance und wir werden Sie überraschen.» Video: Tamedia

Die Lösung der GC-Probleme nahm am Dienstag um 14 Uhr zwischen ihren neuen Vorgesetzten Manuel Huber und Mathias Walther Platz. Thorsten Fink soll die Hoppers vor dem Abstieg retten und mit ihnen die nächste Saison in Angriff nehmen. Vorausgesetzt, er erfüllt die erste Aufgabe und steigt nicht ab. Finks Vertrag, und das ist die wichtigste Information dieser Pressekonferenz, gilt wenig überraschend nicht für die Challenge League.

Damit will Fink auch nichts zu tun haben, schon am Sonntag erwartet er in Lausanne eine Vorentscheidung im Abstiegskampf. Ein Endspiel für beide Mannschaften. Das Spiel gegen Lausanne ist das erste von noch fünf ausstehenden in dieser Saison. Danach warten der Reihe nach Thun, Sion, Luzern und YB. Eine schlechte Ausgangslage ist das nicht, Thun und Sion sind ebenfalls Abstiegskandidaten, die Young Boys dann wahrscheinlich schon zum Meister gekürt.

Bilder: Erste Pressekonferenz

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Die Entscheidung, bei GC anzuheuern, sei ihm sehr leichtgefallen, so berichtet es der 50-jährige Deutsche. «Ruck, zuck» sei alles geregelt gewesen, die Gespräche dauerten nur zwei Tage. Fink sieht in GC nach wie vor einen Topclub mit einem super Nachwuchs, den er in sein Spiel einbauen will.

«Sehr gute Stimmung im Team»

Davon lässt er sich auch durch die vielen Unruhen der vergangenen Wochen nicht abbringen. «Vergangenheit ist Vergangenheit», sagt Fink. Er spüre eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und habe gute Spieler angetroffen. Bezüglich seiner Taktik hält er sich aber noch bedeckt. Der für Offensivfussball bekannte Trainer möchte seinem Stil treu bleiben, aber auch er weiss: «Man muss auch verteidigen können.»

Natürlich ist an der Pressekonferenz auch Finks Zeit beim FC Basel ein Thema. Und natürlich sei nach wie vor eine Verbindung da, schliesslich hat er mit Basel ja grosse Erfolge gefeiert. «Aber wenn ich gegen Basel spiele, will ich Basel schlagen», so Fink. Gegen seinen ehemaligen Verein wird er aber erst in der nächsten Saison spielen.

So weit mag er noch nicht denken. «Es ist schwierig, bereits über das nächste Jahr zu sprechen», sagt Fink. GC müsse jetzt erstmal kleine Schritte unternehmen, sonst würde man «auf die Schnauze fallen». Fink verspricht den anwesenden Journalisten: «Geben Sie uns eine Chance, und wir werden Sie überraschen.»

mro

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