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YB vergibt Chancen für fünf Spiele

Die Berner kamen gegen Fenerbahçe Istanbul trotz bester Möglichkeiten nicht über ein 2:2 hinaus. Costanzos Penaltytreffer in der 89. Minute verhinderte wenigstens eine Niederlage.

In Überzahl gelingt YB immerhin noch das 2:2 - Costanzo bewahrt vom Penaltypunkt aus kühlen Kopf.
In Überzahl gelingt YB immerhin noch das 2:2 - Costanzo bewahrt vom Penaltypunkt aus kühlen Kopf.
Keystone

Es war zum Verzweifeln: Henri Bienvenu hatte die erste Grosschance schon nach zwei Minuten, Moreno Costanzo traf in der 30. Minute den Pfosten. In der Schlussphase prallte der Ball an die Latte des Fenerbahçe-Tores, und auch Marco Schneuwly scheiterte knapp. Doch in der zweitletzten Minute bekam YB immerhin noch die Chance vom Penaltypunkt aus, den Schaden in kleinerem Ausmass zu halten. Nach einem Foul an David Degen setzte Costanzo den Ball souverän ins Netz.

Das 2:2 war verdienter, aber letztlich doch zu kärglicher Lohn für eine gute Leistung der Young Boys. Schon vor der Pause hatte der Schweizer Vertreter dominiert, in den zweiten 45 Minuten und nach dem Platzverweis gegen Kazim (44.) war das Spiel gar ein einziger Sturmlauf. YB war um Klassen besser als in den ersten beiden Spielen in der Super League.

Fenerbahçe aussergewöhnlich effizient

Nur das Verdikt war das Gleiche: ein Remis. Und weil dies ein Heimspiel im Europacup war, kann dieses Resultat nicht gut genug sein. Aufgrund der Heimstärke der Türken ist anzunehmen, dass YB schon in der nächsten Runde eine Stufe tiefer, in den Playoffs zur Europa League, agieren muss.

Zu mehr als dem 2:2 reichte es nicht, weil YB zu viele Chancen vergab, und weil Fenerbahçe vor dem gegnerischen Tor überaus abgeklärt und effizient agierte. Vor der Pause machten die Türken aus zwei Chancen zwei Tore (Emre, Stoch).

Schönheitspreis für Dudars Kopfballtreffer

Als YB nach 18 Minuten die vierte gute Gelegenheit durch Abwehrchef Emiliano Dudar endlich nutzte, hatte es schon im Rückstand gelegen. Dieses Tor der Berner war schön herausgespielt. Bienvenu setzte sich an der Grundlinie gegen Bekir durch und seine gefühlvolle Flanke köpfte Dudar frei stehend aus wenigen Metern ein. Es war ein Tor, so sehenswert wie der gesamte YB-Auftritt.

Im Boxen hätte es nach diesen 95 Minuten einen klaren Sieg für die Young Boys nach Punkten gegeben. Doch es ging um Fussball, um die Champions League. Und die wird YB nach diesem Spiel der Chancen und Verzweiflung wohl verpassen.

Si

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