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Zurück im Geschäft

Als sich die Migros Aare 2011 als Hauptsponsorin zurückzog, führte dies zu Diskussionen. Ab 2015 wird das Unternehmen YB wieder stärker unterstützen.

Im August 2010 bedankte sich die Migros Aare vor dem Spiel YB - Xamax beim langjährigen YB-Chef Stefan Niedermaier, der kurz zuvor entlassen worden war.
Im August 2010 bedankte sich die Migros Aare vor dem Spiel YB - Xamax beim langjährigen YB-Chef Stefan Niedermaier, der kurz zuvor entlassen worden war.
Andreas Blatter

Letzte Woche wurde bekannt, dass die Genossenschaft Migros Aare ihr Sponsoringengagement bei YB, das sich zuletzt nur noch auf den Kids Club beschränkte, ausbauen wird. Die zum Unternehmen gehörende Baumarktkette Obi steigt im Januar für drei Jahre als Premiumsponsor ein. Es ist ein Comeback, denn der Schriftzug mit den drei orangefarbenen Buchstaben zierte vor nicht allzu langer Zeit den YB-Dress.

Anfang 2011 gab die Migros Aare bekannt, dass sie sich als Hauptsponsorin zurückziehen werde. Rund ein halbes Jahr zuvor hatte sich YB Knall auf Fall von CEO Stefan Niedermaier getrennt, ein Entscheid, der für hitzige Diskussionen sorgte. Es sagte viel darüber aus, dass Obi im Spiel eins nach dem unfreiwilligen Abgang des beliebten Niedermaier ein Transparent mit den Worten «Merci, Stefan» in den Mittelkreis legen liess. Heute will sich die Unternehmensleitung der Migros Aare dazu nicht mehr gross äussern. Reto Wüthrich, Leiter Sponsoring und Kommunikation, sagt: «Das Ende des Sponsorings hatte kommerzielle Gründe.»

Gut unterrichtete Quellen behaupten, YB habe seither nie mehr einen so grosszügigen Hauptsponsor engagieren können. Pro Spielzeit steuerte das Detailhandelsunternehmen, alle Leistungen eingerechnet, jeweils rund 2 Millionen Franken bei. YB gibt keine Zahlen bekannt, CEO Alain Kappeler sagt: «Die Migros war damals mit zwei Brands, Westside und Obi, sowohl auf der Brust der Spieler als auch auf dem Rücken präsent und hatte im Vergleich zum heutigen Hauptsponsor Honda zusätzliche Rechte. Somit kann man das nicht direkt vergleichen.»

Kein Einfluss auf Thun

«YB verfügt über starkes Identifikationspotenzial und eine treue Fangemeinde», sagt Wüthrich. Damit sei der Klub weit über die Stadt hinaus ein wirtschaftlicher und sozialer Faktor. Offenbar lässt sich die Migros Aare das Sponsoring jährlich zwischen 200'000 und 300'000 Franken kosten. Das Unternehmen will sich nicht zur Höhe des Beitrages äussern, betont aber, dass dieses Engagement keinen Einfluss auf die Unterstützung anderer Vereine wie etwa des FC Thun habe.

Kappeler erachtet es als «höchst erfreulich, dass sich derart renommierte Firmen bei YB engagieren». Der Klub gab gestern zudem bekannt, dass der Vertrag mit Feldschlösschen um fünf Jahre verlängert wird. Die Monate um das Jahresende seien für das Verkaufsteam intensiv, sagt Kappeler, der zuversichtlich ist, dass demnächst weitere Verträge abgeschlossen werden.

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