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Alles dreht sich um die Chancenverwertung

Das zweite Auswärtsspiel in Olten muss Langenthal gewinnen, um nicht mit einem 1:3-Rückstand in der Serie in grössere Schwierigkeiten zu geraten.

Nicht treffsicher: Auch Langenthals Verteidiger Philipp Rytz trifft derzeit das Tor nicht.
Nicht treffsicher: Auch Langenthals Verteidiger Philipp Rytz trifft derzeit das Tor nicht.
Raphael Moser

«Wie kann man ein Spiel verlieren, welches man gar nicht verlieren kann?» Es ist die Fragestellung, die für das dritte Halbfinalspiel passt, aber weiterhin keine Antworten liefert. Langenthal hat dieses gegen Olten 1:2 verloren und ist in der Best-of-7-Serie ebenfalls 1:2 in Rückstand geraten. «Das würde ich auch gerne wissen», sagt beispielsweise der routinierte Verteidiger Philipp Rytz. «Wir haben gut gespielt. Einmal abgesehen vom Start waren wir nicht etwa schlecht. Aber wir haben zwei- oder dreimal das leere Tor nicht getroffen.»

Es ist eine Begründung, die immer wieder für solche Situationen herhalten muss. «Unvermögen», ergänzt Stürmer Nico Dünner. Auch er sei aus bester Position gescheitert, nach einem Solo in der 45. Minute. «Teilweise waren unsere Chancen hochkarätig. Also geht es wohl um die Chancenverwertung», sagt er. Das Schussverhältnis verdeutlicht dies. Im letzten Abschnitt zählten die offiziellen Statistiker 10:1 Schüsse aufs Tor der Oltner. Insgesamt waren die Oberaargauer mit 40:11 in dieser Kategorie massiv überlegen. Jene Versuche, die neben das Tor gingen, sind damit nicht einmal gezählt.

Schüsse zu wenig gut

Die Schussqualität der Oberaargauer liess jedoch oftmals – meist in Überzahl – zu wünschen übrig. «Olten steht sehr kompakt, das macht es für uns schwierig», sagt der in der Qualifikation mehrmals erfolgreiche Philipp Rytz. Zweifellos müsse es aber irgendwo einen Weg geben, den man noch finden müsse. Vielleicht bietet ja ausgerechnet das Powerplay des Gegners einen guten Hinweis, jedenfalls weist Olten nach neun Playoff-Spielen eine überragende Erfolgsquote von über 35 Prozent in Überzahl auf.

«Chancen sind vorhanden – das ist positiv», sagt Dünner und ergänzt: «Der erste Teil ist geschafft, jetzt müssen wir nur noch den zweiten Teil erfüllen. Und auch treffen.» Das ist zweifellos leichter gesagt als getan. So wirft es die Frage auf, was denn überhaupt nötig ist dafür. «Wir müssen ganz hartnäckig wollen», hatte Meistertrainer Jason O’Leary einmal gesagt, als sich der SC Langenthal im letzten Jahr mit dem gleichen Problem auseinandersetzte. Doch auch er konnte das Scheitern seiner Schützlinge nicht immer restlos aufklären. Eine Mischung aus Pech, Unvermögen und Konsequenz war es wohl schon damals und ist es wohl auch heute. «Den Kopf hängen lassen wäre jetzt falsch», sagt Rytz derweil. Einfach weiterarbeiten sei der einzige Weg, der doch noch zum Erfolg führen könne.

«Es war nicht alles schlecht»

Wahrlich müssen die Langenthaler den Kopf nicht in den Sand stecken, waren sie doch phasenweise deutlich überlegen. «Es war nicht alles schlecht, aber das zählt jetzt nichts», ist sich Rytz bewusst. «Aber wir wissen, was es braucht, um sie unter Druck zu setzen. Und das müssen wir ausnutzen.» Ähnliches sagt derweil Dünner, der sich «sehr motiviert» zeigte, das sofortige Rebreak zum zweiten Mal in Folge zu schaffen. «Wir sind noch voll dabei», meinte er und fügte an: «Wir müssen nur das leere Tor treffen.»

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