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Biel – willkommener Aufsteiger

Aufsteiger Biel, heute Gast beim SCB, hat den Respekt der Konkurrenz gewonnen. Trotzdem ringt er um den Anschluss am Strich.

Der EHC Biel hat sich im bisherigen Verlauf der Qualifikation als sportlich willkommener Aufsteiger präsentiert. Die Seeländer haben sich in bisher 18 Partien den Respekt aller NLA-Gegner verdient. Rückkehrer Biel, mit Goodwill von der Konkurrenz, aber wenig Kredit in die Meisterschaft gestartet, nutzte bisher den Schwung und die Lockerheit eines Aufsteigers für gute sportliche Leistungen und Ergebnisse. Mit 20 Punkten haben die Seeländer bereits mehr Zähler geholt als der EHC Basel in seiner Abstiegssaison 2007/ 2008 (50 Spiele, 16 Punkte). Biel hat zwar keine überragenden Spielerpersönlichkeiten im Kader, dafür beeindruckt das Team in fast allen Spielen mit offensiven Auftritten und guter Moral.

Überraschter Sportchef

«Ich würde unsere bisherige Leistung keinesfalls als Wunder bezeichnen, bin aber zur überraschenden Einsicht gekommen, dass wir fast jeden der verlorenen Matches auch hätten gewinnen können», blickt der Bieler Sportchef Kevin Schläpfer nach dem Match gegen Kloten zurück. «Eine 2:4-Niederlage sieht zwar auf dem Papier nicht schlecht aus, doch Punkte gibt es dafür keine, und deshalb sind wir momentan eher enttäuscht über den Zwischenstand.» Zu den Pluspunkten gehört in Biel zweifellos das begeisterungsfähige Publikum, das die Mannschaft auch bei klaren Rückständen nicht im Stich lässt.

Ehlers personelle Probleme

Heinz Ehlers, der dänische Chefcoach des Aufsteigers, steckt momentan mit seinem Team in einer schwierigen Situation: Nicht weniger als sechs Stammspieler fehlen gegenwärtig. Gestern war zwar Rekordnationalspieler Martin Steinegger im Training wieder dabei, doch er dürfte im Duell gegen seinen ehemaligen Klub ebenso (noch) fehlen, wie der erkrankte Torhüter Marco Wegmüller.

Drei anspruchsvolle Spiele

«Wir müssen unsere Energien derzeit nicht auf die Trainings, sondern auf die drei anspruchsvollen Spiele in dieser Woche fokussieren», sagt Ehlers zur aktuellen Situation. Das Programm der Seeländer mit den Partien gegen den SCB, Davos und die ZSC Lions verspricht auf keinen Fall lockere Spaziergänge. In den bisherigen Vergleichen gegen den Aufsteiger wurde der SCB seiner Favoritenrolle mit zwei Siegen (5:2 und 3:2) gerecht. Ehlers, der die Seeländer im 13.Anlauf zurück in die National League A gebracht hat, muss in den nächsten Tagen noch mit einem Minikader versuchen, den Kontakt mit Rang 8, was die Qualifikation für die Playoffs bedeuten würde, nicht zu verlieren. Aber so weit denkt man in Biel noch nicht, erste Priorität hat selbstverständlich der Ligaerhalt. Und den kann der Aufsteiger ganz sicher schaffen, wenn die Einstellung und Stimmung im Team so positiv bleiben, wie das bis anhin der Fall gewesen ist.

Schwierige Planung

Dass einige Bieler Kaderspieler im bisherigen Verlauf der Qualifikation mit sehr guten Leistungen aufgewartet haben, macht die Zukunftsplanung von Sportchef Schläpfer nicht einfacher. Während Manuel Gossweiler und Gianni Ehrensperger ihre Verträge bereits verlängert haben, werden andere Akteure (Peter, Truttmann, Tschantré) auch von der Konkurrenz umworben. Davon wollen sich aber weder das Management unter der Führung von Daniel Villard noch Trainer Ehlers beeinflussen lassen. Über eine allfällige Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem 42-jährigen Dänen möchten die Bieler Verantwortlichen frühestens Ende November verhandeln. Sicher ist, dass Biel ab 2011 in einem neuen Stadion spielen wird – natürlich gerne in der NLA.

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