«Bin als besserer Spieler zurück­gekommen»

Vincent Praplan spielt in der nächsten Saison definitiv für den SCB. Am Sonntag zog er nach Bern.

Vincent Praplan freut sich darauf, in der kommenden Saison für den SCB zu spielen.

Vincent Praplan freut sich darauf, in der kommenden Saison für den SCB zu spielen.

(Bild: Keystone)

Adrian Ruch

Vincent Praplan, Sie haben von der Ausstiegsklausel für Nordamerika nicht Gebrauch gemacht. Gab es keine Angebote?
Ich bekam tatsächlich keine ­Angebote. Die Organisation der ­Florida Panthers (für dessen AHL-Team Praplan zuletzt gespielt hatte, die Redaktion) entschloss sich, einen anderen Weg einzuschlagen.

Sind Sie enttäuscht, hat es mit einem Engagement bei einer NHL-Organisation nicht geklappt?
Klar, hatte ich gehofft, meinen Weg in Übersee zu machen. Als Profisportler muss es der Anspruch sein, gegen die besten der Welt zu spielen. Aber enttäuscht bin ich nicht. Ich durfte beim SCB einen Vierjahresvertrag unterschreiben; das ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass die Verantwortlichen an mich glauben. Ich freue mich riesig auf eine coole Zeit in Bern.

Was hat Ihnen das Jahr in Übersee gebracht?
Es war eine tolle Erfahrung, ich lernte viele Leute kennen und sah viele Orte – schon deshalb hat es sich gelohnt. Als Spieler bin ich kompletter geworden; ich habe gelernt, härter, gradliniger zu spielen. Zudem hat man im nordamerikanischen Eishockey weniger Zeit, Entscheidungen zu treffen. Es war eine harte Saison, ich musste unten durch, was mich mental stärker gemacht hat. Ich bin sicher als besserer Spieler zurückgekommen.

Wie verlief das Sommer­training?
Ich absolvierte es allein in Zürich unter der Leitung des Konditionstrainers Alex Brooker, mit dem ich seit fünf Jahren zusammenarbeite. Die Zeit nach der WM war knapp; es war mir wichtig, sie gut zu nutzen.

Nun stehen in Bern die Fitnesstests an. Sind Sie nervös?
Nein. Hat man im Sommer gut gearbeitet, fallen die Testergebnisse meistens gut aus. Aber klar, wenn man neu ist, will man einen guten Eindruck machen.

Die Erwartungen in Bern sind hoch. Wie gehen Sie damit um?
Es ist klar, in Bern muss man immer gewinnen. Diesen Druck gibt es in jedem Match. Die Erwartungen aus dem Umfeld sind hoch, aber das sind auch meine eigenen. Ich freue mich jedenfalls auf diesen Druck und hoffe, dass ich den Leuten zeigen kann, was ich draufhabe.

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