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Böses Erwachen für zahme Haie

Bei den Kölner Haien rollen nach dem vorzeitigen Playoff-Ausscheiden reihenweise Köpfe.

Philip Gogulla: Auch das Kölner Urgestein muss gehen.
Philip Gogulla: Auch das Kölner Urgestein muss gehen.
Keystone

Das Playoff ist eine schöne Sache – für jene Teams, die auf der ­Sonnenseite stehen. Sie erleben Glücksgefühle im Überfluss, ihnen scheint einfach alles zu gelingen. Es kalbert – um ein schönes Mundart-Bonmot zu bemühen – der Scheitstock. Ganz ­anders sieht es freilich für die anderen Mannschaften aus. Die Kölner Haie wissen Bescheid. Der Traditionsverein aus der Karnevalshochburg ist nun zum zweiten Mal de suite im Viertelfinal gescheitert. Das ist gemessen an den Ansprüchen des Clubs mit dem fünfthöchsten Zuschauerschnitt in Europa (11'222) natürlich viel zu wenig.

Am Montag mussten deshalb alle 23 Spieler zum Rapport ­antraben. Es war absehbar, dass dieser nicht in Minne verlaufen würde. Trainer Peter Draisaitl und Sportdirektor Mark Mahon zogen schonungslos Bilanz. Man könnte dabei durchaus vom Kölner Kahlschlag sprechen. Zwölf Spieler werden die Haie verlassen – darunter ist mit Christian Ehrhoff, der zurücktritt, nur einer, der das wirklich freiwillig tut.

Prominentestes Opfer der «Ausmistete» ist Philip Gogulla. Das Cluburgestein ist abgesehen von einer Saison in Nordamerika seit 2004 für die Haie tätig. Das allerdings spielte bei der Saisonaufarbeitung ebenso wenig eine Rolle wie die Tatsache, dass Gogulla noch einen weiterlaufenden Vertrag besitzt. Oder, um es in den Worten von Trainer Draisaitl zu sagen: «Wir müssen etwas tun, das hat diese Saison deutlich ­gezeigt.»

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