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Brandis schiesst Thun in Not

Brandis hat sich im Berner Derby der Swiss Regio League gegen den angeschlagenen EHC Thun klar mit 7:2 durchgesetzt. Nach der vierten Niederlage in Folge beträgt der Rückstand der Thuner auf den letzten Playoff-Platz bereits fünf Punkte.

Während Brandis nach wie vor den Kontakt mit der Tabellenspitze hält, kämpfen die Thuner in den letzten Wochen mit wenig Fortune. Die Berner Oberländer bestätigten sich auch im jüngsten Derby als «Wundertüte». Beim 2:7 gegen die kampfstarken Emmentaler waren die Gastgeber bis zur Spielmitte ein durchaus ebenbürtiger Gegner.

Nach dem Startdrittel führten sie sogar mit 2:1, doch mit einem Doppelschlag nach dem 2:2-Ausgleich in der 27. Minute kippte die Partie definitiv auf die Seite der diszi­plinierteren Emmentaler. In der verbleibenden Spielzeit warteten die frierenden Zuschauer auf den Rängen vergeblich auf eine Trotzreaktion der Gastgeber.

Fehlende Disziplin

Das Schlussdrittel begann für die Thuner insofern ärgerlich, als sich Flügelstürmer Manuel Neff einmal mehr nicht beherrschen konnte und sich für einen Check von hinten einen Restausschluss einhandelte. Neff befindet sich mit insgesamt 181 Strafminuten zweifellos auf einem wenig schmeichelhaften Rekordkurs.

Thun, das mit drei 18-jährigen Elitejunioren (Sascha Inniger und Dominik Gyger von den SCL Tigers und Gil Reymondin vom SCB) in die Partie gegangen war, hatte spielerisch im letzten Drittel nichts mehr zu bieten. Brandis nutzte dies, um seinen Playoff-Final-Gegner der letzten Saison deutlich zu bezwingen.

Leader Joël Scheidegger

Dass sich ein Verteidiger als Topskorer seines Teams etabliert, ist nicht alltäglich. Beim EHC Brandis ist der 22-jährige Joël Scheidegger, der gegen Thun das vorentscheidende 4:2 für die Emmen­taler schoss, ein Mann mit Leaderqualitäten.

Läuferisch und stocktechnisch gut, steht der Abwehrspieler aktuell bei 19 Skorerpunkten (10 Tore, 9 Assists). Er hat alle 20 Partien für Brandis bestritten, wurde zusätzlich vom SC Langenthal schon für fünf Einsätze in der Swiss League aufgeboten.

«Ich finde das für den Spieler sehr gut, er hat durchaus das Zeug dazu, in der zweithöchsten Spielklasse Fuss zu fassen», sagt Brandis-Cheftrainer Andreas Beutler. Scheidegger, aus der Nachwuchsabteilung der Thun Dragons hervorgegangen, will sich nach zwei früheren NLB-Versuchen bei Langenthal und den Ticino Rockets nochmals für höhere Aufgaben empfehlen.

Andere in dieser sportlich anforderungsreichen Swiss Regio League machen das auch. So zum Beispiel der 26-jährige Sami El Assaoui. Er hat Leader Sion Nendaz vor geraumer Zeit mit einem Leihvertrag Richtung HC Thurgau verlassen und soll Aussichten auf einen Vertrag bei Servette haben.

Auch Assaoui ist ein Rückkehrer ins Profihockey, hat er doch seine Karriere in der Saison 2012/2013 bei den SCL Tigers (31 NLA-Partien) und danach bei Ambri-Piotta begonnen.

In der Swiss Regio League gab es am Wochenende auch einen Trainerwechsel: Der Berner Reto Gertschen wurde in Basel per sofort freigestellt.

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