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Die Heimschwäche spitzt sich zu

Thun hat gegen Seewen auch das vierte Heimspiel der Saison verloren – und dies gleich mit 2:9. Bereits nach zwei Dritteln stand das Schlussresultat fest.

In Schieflage: Der Thuner Michael Bärtschi.
In Schieflage: Der Thuner Michael Bärtschi.
Markus Grunder

Man konnte es keinem der 261 Matchbesuchern verübeln, der sich bereits nach zwei Dritteln auf den Nachhauseweg machte. Und auch die beiden Teams hätten wohl nichts dagegen gehabt, wenn der Schiedsrichter die Partie bereits nach 40 Minuten abgepfiffen hätte. Thun lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:9 im Hintertreffen. An diesem Resultat sollte sich im letzten Drittel nichts mehr ändern.

Die zwei Thuner Gesichter

Noch unter der Woche hatten die Oberländer beim 6:3-Auswärtssieg in Sion, das zu diesem Zeitpunkt auf dem zweiten Tabellenrang lag, überzeugt. «Wir spielten ein sehr intensives, schnelles, gutes Spiel – und heute das pure Gegenteil», gab ein ratloser Trainer Christoph Schenk nach der Partie zu Protokoll.

Bereits in der 14. Minute sah er sich zu einem Time-out gezwungen. Drei Tore innert 221 Sekunden hatten ihn zu diesem Schritt veranlasst. Und mit dem dritten Gegentor war auch der Arbeitstag von Goalie Stephan Küenzi, der insbesondere beim 0:2 schlecht ausgesehen hatte, zu Ende. Sein Ersatz Vincent Sauter konnte den Kasten immerhin bis zur ersten Drittelpause sauber halten – und machte so den Zuschauern Hoffnung, dass das Heimteam im zweiten Spielabschnitt vielleicht noch zur grossen Aufholjagd ansetzt. Weit gefehlt. Nur 39 Sekunden nach Wiederanpfiff steht es 0:4. Die Gegenwehr ist nun definitiv gebrochen. In regelmässigen Abständen erhöhen die Schwyzer nun das Skore, bis 4 Sekunden vor der zweiten Pause das Schlussresultat feststeht.

Die Negativserien halten

Dass mit Raffael Lüthi unter der Woche nach Cedric Bracher, Joel Eicher und Yves Lorenz auch noch ein vierter Stammstürmer verletzt ausfiel, will Schenk nicht als Ausrede gelten lassen. «Wir müssen nicht über jene Spieler reden, die nicht auf dem Eis ­standen.»

Die Thuner rutschen somit in der ausgeglichenen Swiss Regio League auf Rang 10 ab. Zwei Siege in Serie konnten die Oberländer in dieser Saison noch nie feiern, und – noch viel schlimmer – sie warten immer noch auf den ersten Sieg auf dem Grabengut, während sie auswärts bereits 11 Punkte eingefahren haben. «Wir ­haben die Heimschwäche thematisiert», sagt Schenk. Alles eine Kopfsache? «Es könnte zu einer werden», sagt der Trainer. Dazu passt, dass er im Hinblick auf den nächsten Gegner Düdingen (Mittwoch, 20 Uhr) sagt: «Leider wieder ein Heimspiel.»

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