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«Diese Jungs hier arbeiten hart, das ist beeindruckend»

Mit Mason Raymond hat der SC Bern einen Spieler verpflichtet, der die Erfahrung von über 600 NHL-Partien auf dem Buckel hat. Wie sich der Kanadier im Team und in der Stadt eingelebt hat, erzählt er im Interview.

SCB-Neuzugang Mason Raymond über seine ersten Wochen in Bern.Video: Jan Weisstanner

Mit Mason Raymond hat SCB-Sportchef Alex Chatelain einen Stürmer verpflichten können, der «mit seinen läuferischen und spielerischen Qualitäten» überzeugen würde. Raymond, der in 609 NHL-Partien auf 123 Tore und 148 Assists kam, will seine Karriere in der Schweiz neu lancieren. In den Vorbereitungs- und dem Champions-Hockey-League-Spielen konnte er seine Künste erstmals zeigen.

Im Interview (siehe Video oben) erklärt die kanadische Neuverpflichtung, dass die Vorfreude auf die am Samstag beginnende Meisterschaft gross sei. «Ich freue mich auf die Saison und darauf, viele Siege und hoffentlich einen weiteren Titel einzufahren», lautet sein Ausblick. Auf die Frage, was denn die anderen von ihm erwarten würden, meint Raymond: «Dass ich helfe, etwas zu kreieren, Punkte herbeizusteuern und dem Team so helfe, zu gewinnen.»

«Die Jungs arbeiten hart»

Die Unterschiede zum Spiel in Amerika seien doch erstaunlich – beispielsweise sei er beeindruckt, wie viele schnelle Spieler es in der Schweiz übers Eis flitzen würden. «Das Tempo ist unglaublich hoch», konstatiert Raymond.

Sein erster Eindruck vom Team fällt demnach sehr gut aus: «Die Jungs arbeiten hart, sowohl auf als auch neben dem Eis. Das ist beeindruckend.» Er müsse sich allerdings noch an gewisse Dinge gewöhnen, wie beispielsweise das grössere Eisfeld und etwas andere Regeln. Dazu nehme er sich aber noch etwas Zeit, erklärt der 31-jährige im Interview.

Viel NHL-Erfahrung, wenig Matchpraxis

Eigentlich ist Mason Raymond mit so viel NHL-Erfahrung gesegnet, dass der nun getätigte Schritt in die Schweiz doch erstaunt. Auf den zweiten Blick lässt sich dann erklären, wieso der Neuanfang getätigt ist. Nachdem er im Oktober 2016 von den Anaheim Ducks in die AHL geschickt worden ist, löste er den Vertrag kurz darauf aus persönlichen Gründen auf – seine Frau war schwer an Borreliose erkrankt.

Seither fehlt es dem Kanadier stark an Matchpraxis. Einzig am Spengler Cup stand er im Trikot des Team Canada auf dem Eis, und lieferte eine starke Darbietung ab. Nun gehts der Frau wieder besser und der Wechsel – oder der Neuanfang – konnte getätigt werden.

Inwiefern der kanadische Stürmer dann aber wirklich als Stammkraft tätig wird, ist fraglich. Nicht wegen seines Könnens, doch vielmehr aufgrund der qualitativ starken Möglichkeiten aller fünf Ausländer. Mit Ebbett (Leaderfigur) und Arcobello (Topskorer) haben die Berner zwei Ausländer im Kader, auf die wohl nicht verzichtet werden kann.

Noreau muss in der arg dezimierten Verteidigung so oder so ran. Bleibt noch die zweite Neuverpflichtung, Pyörälä, der aber als MVP der höchsten finnischen Liga ebenfalls hohes Ansehen geniesst. Wie unschwer ersichtlich ist, hat Kari Jalonen die Qual der Wahl – und ein Luxusproblem.

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