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EHC Thun: Grössere Breite dank Nachwuchskräften

Der Oberländer Swiss-Regio-League-Club hat auf die Personalprobleme in der letzten Saison reagiert. Manuel Neff steht unter Beobachtung.

Auf der sommerlichen Eisbahn: Thuns Sportchef Alex Reymondin (l.) und Trainer Christoph Schenk.
Auf der sommerlichen Eisbahn: Thuns Sportchef Alex Reymondin (l.) und Trainer Christoph Schenk.
Christian Pfander

Im Frühling 2017 entschieden die Verantwortlichen des EHC Thun, das zu grosse Kader zu reduzieren. Alle Spieler, die dem Team angehören, sollten regelmässig zum Zug kommen können. Im letzten Jahr entstand nach diesem Entscheid die gegenteilige Konstellation; die Oberländer mussten häufig mit nur etwas mehr als drei Blöcken auskommen. Die Mannschaft besteht nun wieder aus 25 Akteuren, allerdings befinden sich unter den Neuen mit den Verteidigern Lane Pfosi (Arosa) und Florian Lüthi (Brandis) nur zwei Spieler, die älter als 20 sind.

«Wir haben das Team bewusst mit jungen Spielern aufgefüllt», sagt Sportchef Alex Reymondin. Es handle sich um Nachwuchskräfte, bei denen nicht sicher ist, ob sie sich dauerhaft in der Swiss Regio League etablieren können. «Es wird solche geben, die später den Weg in eine tiefere Liga suchen werden», sagt Reymondin voraus.

Kampf um die Nummer 1

Eine Veränderung gab es auch auf der Torhüterposition. Das Gespann Stephan Küenzi/Vincent Sauter vermochte die Erwartungen in der letzten Saison nicht immer zu erfüllen. Küenzi wurde schliesslich weiterverpflichtet, Sauter durch Joel Aschwanden von den SCL Young Tigers ersetzt. Dieser hat sich in der Vorbereitung ordentlich präsentiert, während Küenzi wegen einer Knieverletzung ausfiel. Reymondin erachtet das Rennen um den Platz im Tor als offen.

Schwierige Situation

Unter Beobachtung steht Manuel Neff. Der Stürmer fiel in der letzten Saison durch eine Vielzahl von Strafen und einige Ausraster negativ auf. Beim heutigen Saisonstart muss er noch die letzte von fünf Spielsperren absitzen, die er sich durch einen Bandencheck Ende Januar eingehandelt hatte. «In der Vorbereitung hat er sich recht gut präsentiert», sagt Reymondin. Die Situation sei jedoch schwierig.

«Er kann nicht mehr so körperbetont spielen», schildert der Sportchef das Problem des 26-Jährigen. «Dadurch wird er unsicher.» Es sei klar, dass Neff sich bewähren müsse, beim Trainer, bei den Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern und auch bei den Medien. Weitere gravierende Vorkommnisse könnten erheblichen Einfluss auf Neffs weitere Eishockeykarriere haben.

Mit Los zufrieden

Im Cup war Thun das Losglück nicht unbedingt hold. Man erhielt keinen NL-Club zugelost, sondern mit Olten ein Spitzenteam aus der Swiss League. «Ich bin froh, dass wir uns wieder einmal qualifiziert haben», sagt Reymondin. Mit den Solothurnern als Gegner sei er zufrieden, es werde auch so ein toller Abend.

Auf der halb offenen Eisbahn in Thun wird derzeit bei sommer­lichen Bedingungen gespielt und trainiert. Die Eisqualität ist dennoch gut; problematisch kann es werden, wenn zusätzlich zur Wärme noch Wind aufkommt und so der Kaltluftsee über der Spielfläche weggeweht wird.

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