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Ein fantastischer April für den SCB-Captain

Simon Moser: «Das Playoff war ein unglaublicher Charaktertest.»

Am Ziel: Simon Moser präsentiert den Pokal.
Am Ziel: Simon Moser präsentiert den Pokal.
Christian Pfander

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Simon Moser nimmt den Meisterpokal entgegen und präsentiert ihn den euphorisierten Fans. Als Nachfolger des Musterprofis Martin Plüss hatte er 2017 ein schwieriges Erbe angetreten. Moser zum Captain zu machen sei die beste Entscheidung der Organisation gewesen, sagte Andrew Ebbett während des Playoff-Finals. «Er verkörpert alles, was den SCB ausmacht: harte Arbeit, geblockte Schüsse, vollen Einsatz, Tore, Physis», begründete der Kanadier.

In der Tat ging Moser in den letzten Wochen mit unbändigem Einsatzwillen und ausgeprägter Leidensfähigkeit voraus – auf und neben dem Eis. Im Match hobelte er an der Bande, dass die Späne flogen, ging dorthin, wo es wehtut, und schoss im Playoff sechs Tore. Nach den Partien beantwortete er mit Geduld und Anstand die immer gleichen, oft unangenehmen Fragen.

In der Meisternacht steht der 30-Jährige auch Rede und Antwort – und bewertet seine eigenen Leistungen sehr kritisch: «Ich lese, was über mich geschrieben wird, sehe es aber etwas anders. Ich stand fast bei jedem Gegentor gegen Servette auf dem Eis, fast bei jedem Gegentor gegen Biel. Das hat mich verunsichert. Wir sind als Linie zusammengestanden, das war der Schlüssel.»

Nun lockt die WM

Nicht nur er als Captain sei in den letzten Wochen unter Druck gestanden, sagt er. «Das ganze Team hat vom ersten Playoff-Spiel an gespürt, dass ziemlich viel Druck besteht.» Er habe aber jedem einzelnen Mitspieler vertraut und nie Angst vor dem Scheitern gehabt, auch nicht, als es im Halbfinal 2:3 stand. «Wenn ich ehrlich bin, habe ich nie daran gedacht, dass wir die Serie gegen Biel verlieren könnten.» Es sei ein Irrglaube, der SCB könne alle Gegner dominieren. «Das ist einfach nicht so. Aber wir haben jedes entscheidende Spiel gewonnen. Das Playoff war ein unglaublicher Charaktertest.»

Für Simon Moser ist es ein fantastischer Monat, wurde er doch am 5. April Vater. «Ein riesengrosses Dankeschön geht an meine Freundin Sandra. Sie schlief mit dem Jungen jeweils im Zimmer nebenan, damit ich mich erholen konnte. Dank ihr hatte ich Energie.» Die Partnerin wird noch eine Weile gefordert sein, denn der Stürmer sagt: «Verhält sich der Kleine normal, reise ich an die WM.»

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