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Ein Phänomen tritt ab

Er kam vor 20 Jahren nach Ambri und wurde viermal Schweizer Meister, auch mit dem SCB. Jetzt ist Ryan Gardner zurückgetreten.

Dieter Stamm
Ryan Gardner spielte zuletzt beim HC Lugano.
Ryan Gardner spielte zuletzt beim HC Lugano.
Keystone

Ryan Gardner war ein Phänomen. Er war nicht besonders schnell, nicht besonders flink, ja er war trotz seiner Körpergrösse nicht einmal als Rammbock zu gebrauchen. Und doch war er ein ganz hervorragender Eishockeyspieler: ein echter Torjäger.

Und als er mit zunehmendem Alter nicht mehr jedem Puck nachjagen konnte, stand er mit seinen zwei Metern vor das gegnerische Tor und nahm dem Torhüter die Sicht. Vielleicht war ihm das gar nicht so recht.

Natürlich konnte er auch fluchen, wenn es ihm nicht lief, aber sonst war der gebürtige Kanadier ein ausgesucht höflicher Mann, ein sanfter Riese sozusagen. Und er war dankbar: Als er die schweizerische Staatsbürgerschaft erhielt, stand für ihn ausser Frage, dass er für seine neue Heimat die Knochen hinhalten würde. Zum Lohn gewann er an der Weltmeisterschaft von 2013 die Silbermedaille.

Ausser mit dem SC Bern (2013) wurde er auch mit Lugano (2003 und 2006) und mit den ZSC Lions (2008) Schweizer Meister.

Mit den Zürchern gewann er darüber hinaus 2009, notabene als Torschützenkönig, die Champions Hockey League sowie den Victoria Cup gegen die Chicago Blackhawks. Jetzt hat Ryan Gardner genug. Nach 20 Jahren Profisport ist er 40-jährig zurückgetreten.

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