«Es ist der Wurm drin»

Der SC Langenthal verliert in Visp zum dritten Mal in Folge. Die Oberaargauer taten sich bei der 1:2-Niederlage schwer, in der Offensive Akzente zu setzen. Heute steht gegen Ajoie bereits die nächste Partie an.

Ein starker Rückhalt: ­Yannik Wild­haber pariert gegen Nicolas Thibaudeau.

Ein starker Rückhalt: ­Yannik Wild­haber pariert gegen Nicolas Thibaudeau.

(Bild: Leroy Ryser)

Lange blieb nach der 3:5-Heimniederlage gegen die GCK Lions am letzten Dienstag die Garderobentüre des SC Langenthal zu. Grimmig erschien schliesslich SCL-Stürmer Giacomo Dal Pian: «Wir brauchen eine Reaktion für das nächste Spiel, wir wissen, dass wir ein gutes Team sind.»

Tatsächlich zeigte seine Mannschaft drei Tage später in Visp ein anderes, ungleich kämpferischeres Gesicht. Dennoch tat sich das Berner Team während des gesamten Spiels vor dem gegnerischen Tor schwer. Überraschungsmomente fehlten trotz aller Bemühungen, ebenso teilweise die Anspielstationen.

Wenige Gegentore in Visp

Wie schon beim 3:0-Erfolg in Visp am 26. November stand erneut Yannik Wildhaber im Tor der Oberaargauer. Das Gegentor durch Daniel Kissel – ein satter Schuss ins rechte, hohe Eck – bedeutete, dass die Walliser 78 Minuten brauchten, um Wildhaber ein erstes Mal zu bezwingen.

Vorangegangen war ein missglückter Check von Silvan Hess in der Offensivzone. Nach einer «Racheaktion» durch Andy Furrer musste zwar je ein Spieler raus, doch Daniel Kissel nutzte den Platz aus, um seine Mannschaft in Führung zu bringen.

Obwohl Mike Völlmin ein aussergewöhnliches Tor gelang – sein Schuss wäre wohl am Gehäuse vorbeigegangen, hätte nicht ein Visper das Bein gehoben und die Scheibe so in die eigenen Maschen gelenkt – bliebt der SC Langenthal zum dritten Mal in Folge ohne Punkte.

Dem 1:2 gegen Olten folgte besagtes 3:5 gegen die GCK Lions und nun ein 1:2 in Visp. Dies ergibt zuletzt eine Bilanz von 5:9 Toren und 0:9 Punkten. Gerade in der Offensive tut sich der SCL momentan schwer. Das weiss auch SCL-Captain Stefan Tschannen. «Das war heute nicht gut, es ist der Wurm drin.

Wir stellen uns gut auf die Gegner ein, sind extrem positiv, doch dann passt es nicht zusammen, das ist frustrierend.» Am Willen liege es gewiss nicht, meint Tschannen, doch es bringe nichts, wenn man gut spiele und ohne Punkte bleibe. «Wir erwarten mehr von uns. Wir müssen wieder aggressiver sein und mehr Tempo ins Spiel bringen.» Gerade die beiden letzten Punkte müssten bereits heute gegen Ajoie umgesetzt werden.

Gute Heimbilanz

Die Bilanz der letzten 24 Spiele in der Eishalle Schoren liest sich aus Sicht des SCL prächtig: 23 Siege erlangte Langenthal in den letzten 24 Heimspielen gegen Ajoie. «Ich habe das Gefühl, dass es gegen sie immer recht eng ist, aber ich bin sicher, wir werden den Sieg holen», sagt SCL-Stürmer Tom Gerber. Und er legt eine Forderung nach: «Wir müssen eine Reaktion auf das letzte Heimspiel zeigen. Die Bilanz gegen Ajoie ist ein gutes Omen dafür.»

Gleichzeitig ist die heutige Begegnung ein Direktduell zwischen dem Meister 2016 (Ajoie) und dem amtierenden Meister 2017 (Langenthal) um den dritten Rang.

Berner Zeitung

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