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Favorit Russland holt Gold

Russland ist zum 27. Mal Eishockey-Weltmeister. Die Sbornaja setzt sich im sehr guten WM-Final gegen Finnland dank vier Powerplay-Toren mit 5:2 durch.

Die Sbornaja ist am Ziel: WM-Gold in Minsk nach der Olympia-Pleite von Sotschi. Aber...
Die Sbornaja ist am Ziel: WM-Gold in Minsk nach der Olympia-Pleite von Sotschi. Aber...
Keystone
...bevor es so weit ist, muss Russland im WM-Final gegen Finnland hart kämpfen. Goalie Sergej Bobrowski ist wie...
...bevor es so weit ist, muss Russland im WM-Final gegen Finnland hart kämpfen. Goalie Sergej Bobrowski ist wie...
Keystone
Die russischen Fans in Partylaune – auch der WM-Final ist äusserst stimmungsvoll, wie die Spiele zuvor. Überhaupt wird die WM in Minsk als Rekord-Turnier in die Geschichte eingehen: Mit über 630'000 Fans haben so viele Zuschauer die WM-Spiele von 2014 live gesehen wie noch nie zuvor.
Die russischen Fans in Partylaune – auch der WM-Final ist äusserst stimmungsvoll, wie die Spiele zuvor. Überhaupt wird die WM in Minsk als Rekord-Turnier in die Geschichte eingehen: Mit über 630'000 Fans haben so viele Zuschauer die WM-Spiele von 2014 live gesehen wie noch nie zuvor.
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Der Titel der Russen ist mehr als verdient. Wie 2012 in Helsinki gewannen sie in der weissrussischen Hauptstadt sämtliche zehn Partien in der regulären Spielzeit. Im Final hatten sie vor den Augen von Wladimir Putin allerdings lange Zeit hart zu kämpfen, die Finnen hielten sehr gut dagegen und gingen in der 27. Minute im Powerplay dank Olli Palola, der in der 19. Minute nur die Latte getroffen hatte, gar 2:1 in Führung. Die Reaktion des Favoriten kam jedoch umgehend: Nur 43 Sekunden später glich Alexander Owetschkin mit seinem vierten Tor an diesem Turnier zum 2:2 aus.

Für das Game-Winning-Goal zum 3:2 zeichnete in der 36. Minute mit Jewgeni Malkin der zweite Superstar im russischen Team verantwortlich. Der Center der Pittsburgh Penguins traf in doppelter Überzahl mit einem satten Schuss. In der 46. Minute sorgte Danis Saripow, der bereits beim 1:0 und 3:2 seinen Stock im Spiel gehabt hatte, mit dem dritten russischen Powerplay-Tor an diesem Abend für die Vorentscheidung. In der 56. Minute traf auch noch WM-Topskorer Viktor Tichonow mit einem Mann mehr. Damit funktionierte das Überzahlspiel ausgerechnet in der wichtigsten Begegnung hervorragend, zuvor waren die Russen im Powerplay alles andere als überragend gewesen.

Die Revanche für Sotschi

Das Endspiel in Minsk war gewiss eines der besten WM-Finals seit den finalen Duellen 2008 und 2009 zwischen Kanada und Russland. Mit dem WM-Triumph gelang der Sbornaja die Revanche für die bittere 1:3-Niederlage gegen Finnland im Viertelfinal an den Olympischen Spielen – sieben Spieler von Sotschi waren erneut dabei. Dass sie sich für diesen Schmach rehabilitieren wollten, war von Beginn des Turniers an zu spüren. Dies umso mehr, als die WM in Minsk faktisch erneut ein Heimspiel war. Die Russen überzeugten nicht nur in der Offensive, sondern spielten auch in der Defensive äusserst diszipliniert. Zudem hatten sie mit Sergej Bobrowski einen überragenden Goalie. Nur der Finne Pekka Rinne, MVP des Turniers und Teamkollege von Roman Josi bei den Nashville Predators, konnte mit dem russischen NHL-Schlussmann der Columbus Blue Jackets mithalten.

Am Ende durfte auch der gesperrte Headcoach Olegs Znaroks das Eis betreten und mitfeiern. Sein Assistent Harjis Witolinsch, in Kreuzlingen TG zu Hause, hatte ihn ruhig und zuverlässig an der Bande vertreten.

Russland - Finnland 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) Minsk Arena. - 15'112 Zuschauer. - SR Brüggemann/Kaval (De/USA), Carlson/Schrader (Ka/De). - Tore: 11. Schirokow (Saripow/Ausschluss Salomäki) 1:0. 20. (19:57) Pakarinen (Lehterä) 1:1. 27. (26:51) Palola (Jormakka, Lehterä/Ausschluss Saripow) 1:2. 28. (27:34) Owetschkin (Schipatschjow) 2:2. 36. Malkin (Saripow/Ausschlüsse Immonen, Kontiola) 3:2. 45. Saripow (Schirokow/Ausschluss Tomi Sallinen) 4:2. 56. Tichonow (Kutusow, Kuljomin/Ausschluss Lehterä) 5:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Russland, 9mal 2 plus 10 Minuten (Salomäki) gegen Finnland. Russland:Bobrowski; Tschudinow, Denissow; Kutusow, Medwedew; Below, Jakowlew; Subarew; Plotnikow, Schipatschjow, Owetschkin; Kuljomin, Malkin, Tichonow; Saripow, Anissimow, Schirokow; Kalinin, Burmistrow, Dadonow. Finnland: Rinne; Hietanen, Mäntylä; Karalahti, Ohtamaa; Kvistö, Lajunen; Marttinen; Pakarinen, Kontiola, Lehterä; Haula, Olli Jokinen, Komarov; Palola, Immonen, Jormakka; Salomäki, Tomi Sallinen, Huhtala; Jere Sallinen. Bemerkungen: Russland ohne Orlow und Loktjonow (beide verletzt). - 19. Lattenschuss Palola. - Schüsse: Russland 39 (12-18-9); Finnland 26 (10-5-11).

Hier geht es zu den Statistiken der Eishockey-WM in Minsk.

si/fal

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