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Keine Punkte, wahrscheinlich keine Playoffs

Mit dem 3:5 ­auswärts gegen Gottéron sind Langnaus Chancen auf die Playoff-Qualifikation nur noch gering.

Der Langnauer Stürmer Alexei Dostoinov im Kampf um den Puck mit Gottéron-Verteidiger Yannick Rathgeb.
Der Langnauer Stürmer Alexei Dostoinov im Kampf um den Puck mit Gottéron-Verteidiger Yannick Rathgeb.
Cyril Zingaro, Keystone
Hier konnten sie noch jubeln: Die SCL Tigers freuen sich über das 1:0.
Hier konnten sie noch jubeln: Die SCL Tigers freuen sich über das 1:0.
Cyril Zingaro, Keystone
Der Tigers-Stürmer Elo Eero versucht, an Freiburgs Larri Leeger vorbeizuziehen.
Der Tigers-Stürmer Elo Eero versucht, an Freiburgs Larri Leeger vorbeizuziehen.
Cyril Zingaro, Keystone
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Das Fazit war rasch gezogen. «Wir haben uns selber geschlagen», sagte Sven Lindemann nach dem 3:5 bei Gottéron. Viele individuelle Fehler und viele blöde Strafen führten die SCL Tigers ins Verderben. Gottéron verfügt über starke Spieler.

Lässt man ihnen Platz, dann herrscht Torgefahr. Dreimal lagen die Emmentaler in Führung, dreimal glichen die Freiburger wieder aus. Und in der 51. Minute sorgte Yannick Rathgeb mit dem 4:3 für die Entscheidung. Der letzte Treffer drei Sekunden vor Schluss war nur noch Zugabe.

Nur damit es gesagt ist, die SCL Tigers befinden sich mitten im Kampf um den Ligaerhalt. Nach der gestrigen Pleite sowieso. Am einfachsten wäre der Klassenerhalt natürlich über die Playoffs zu bewerkstelligen gewesen, doch die Tigers liegen weiterhin sechs Punkte hinter dem achtplatzierten Lugano. Es ist ratsam, sich gegen hinten abzusichern. Genau deshalb war das gestrige Spiel auswärts gegen Gottéron von grosser Bedeutung.

Wer allerdings erwartet hatte, dass sich Heinz Ehlers für eine defensive Ausrichtung entscheiden würde, sah sich getäuscht. Der SCL-Trainer setzte nicht auf den neu verpflichteten Verteidiger Matt Lashoff, sondern auf die bewährten vier Ausländer.

Zumindest im Startdrittel ging der Plan der Tigers auch auf. Sie agierten in der Defensive souverän, sie liessen dem Gegner nicht viel Raum und kamen selber zu den besseren Torchancen.

Gottéron, letzter der NLA, war in der Defensive verwundbar. Torhüter Benjamin Conz hat die unrühmliche Ehre, der statistisch schwächste Stammgoalie der Liga zu sein (Abwehrquote 89,1%). In der 11. Minute schlampte bei den Freiburgern allerdings nicht Conz, sondern die Verteidigung. Mit zwei Pässen war die gesamte Hintermannschaft ausgehebelt.

Sven Lindemann konnte aus kurzer Distanz unbedrängt zum 1:0 einschiessen. Für den 38-jährigen Routinier, der kürzlich sein 1000. NLA-Spiel absolviert hatte, war es das erste Saisontor. Es sollte nicht viel nützen.

Nach gutem Start hatten die ­Tigers im Mittelabschnitt den einen oder anderen Hänger. Vor dem 1:1 durch Julien Sprunger liessen sie dem Gegner zu viel Raum. Und dem 2:2 Benjamin Neukoms, es war ein Shorthander, ging ein haarsträubender Scheibenverlust von Maxime Macenauer voraus.

Im Kollektiv konnten die Emmentaler für einmal nicht brillieren. Vielmehr führten Geniestreiche einzelner Spieler dazu, dass man lange auf die wichtigen drei Punkte hoffen durfte.

In der 30. Minute lief Thomas Nüssli zum Penalty an. Er versorgte den Puck zwischen den Beinen des Gottéron-Torhüters zum 2:1 im Gehäuse. Dabei war die Lücke nur wenige Zentimeter gross. Gäbe es eine Penaltystatistik, Nüssli wäre weit vorne zu finden. In der 39. Minute kurvte Alexei Dostoinow durch die gegnerische Abwehr und servierte den Puck einschussbereit für Philippe Seydoux, der das 3:2 erzielte.

Doch all diese Kunststücke nützten am Ende nichts. «Wir stehen mit leeren Händen da und sind selber schuld», sagte Lindemann. «Aber wir müssen weiterkämpfen. Jeder Punkt ist für uns jetzt wichtig.» Abstiegskampf eben.

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