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Fünf verflixte Minuten

Der SC Bern unterliegt in Malmö durch zwei späte Gegentore 1:4. Der Viertelfinal der Champions League ist nur noch mit einem Sondereffort zu erreichen.

Malmös Notfallgoalie Lars Volden wird zum Trumpf: Hier verhindert der Norweger einen Treffer Calle Anderssons.
Malmös Notfallgoalie Lars Volden wird zum Trumpf: Hier verhindert der Norweger einen Treffer Calle Anderssons.
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Am Ende des Achtelfinalhinspiels in Malmö bleiben für die Exponenten des SC Bern zwei bittere Erkenntnisse zurück:

1. Nach der 1:4-Niederlage gegen die Redhawks sind die Chancen, in den Viertelfinal der Champions Hockey League vorzustossen, auf ein Minimum gesunken.

2. Es wäre bedeutend mehr möglich gewesen.

«Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, und am Ende sind wir den Schweden ins offene Messer gelaufen», konstatiert Thomas Rüfenacht nach zwei Gegentoren in den letzten fünf Minuten ernüchtert. Der Flügelstürmer gehörte selber zu den Sündern im Abschluss. Im ersten Drittel wurde er im Powerplay herrlich freigespielt, doch er scheiterte an Lars Volden. Der in der zweiten schwedischen Division engagierte norwegische Goalie war aufgrund von Verletzungen zweier Torhüter kurzfristig ausgeliehen worden.

Gegen den SCB parierte er mehrfach hervorragend. Zum Beispiel, als Simon Moser kurz vor Spielmitte nach einem Fehlpass Simon Ericssons frei zum Abschluss kam. Und als Jérémie Kamerzin beim Zwischenstand von 1:1 nach einem feinen Pass Mark Arcobellos in Unterzahl in guter Position abzog. Auch, als Jan Mursak kurz nach der zweiten Pause im Slot sein Glück versuchte. Und vor allem, als Matthias Bieber in der 53. Minute allein auf ihn loszog und weder mit dem ersten Versuch noch mit dem Nachschuss eine Lücke fand. Es wäre das 2:2 gewesen, aber die Möglichkeitsform ist im Sport normalerweise für Verlierer reserviert, und das ist diesmal nicht anders.

Erfolglos im Powerplay

Bieber hatte zuvor den einzigen Treffer der Besucher erzielt. Der Flügel profitierte von der brillanten Vorarbeit Arcobellos, der seinen Gegenspieler elegant aussteigen liess und dann die Scheibe pfannenfertig servierte. Dass das Team Kari Jalonens zu keinen weiteren Erfolgserlebnissen kam, hatte diverse Gründe. Einer davon war wie erwähnt die Topleistung Voldens. Ein anderer, wie Rüfenacht am Ende richtig festhält, «das fehlende Puckglück». So traf Arcobello schon in der Startminute mit einem Weitschuss den Pfosten. Die Hauptursache war freilich die bescheidene Schussqualität.

Wie es geht, machten die Einheimischen vor: Henrik Hetta sorgte mit einem verdeckt abgegebenen Handgelenkschuss für das 1:0. Beim 2:1 kam Malte Setkov mit dem gleichen Rezept zum Erfolg. Auch der letzte Treffer durch Anton Mylläri fiel aus der Ferne. Einzig das 3:1 erzielten die Redhawks durch einen Konter kurz nach einem SCB-Überzahlspiel. Dieses war einmal mehr ungenügend, in zehn Minuten mit einem Mann mehr resultierte trotz vielen Möglichkeiten kein Tor. «Das ist frustrierend», gibt Rüfenacht zu, «denn ein Powerplay-Goal hätte den Match verändern können.»

1:0 für Vater Andersson

So befindet sich der SCB in arger Rücklage, obwohl die Mutzen über weite Strecken durch Systemtreue glänzten und gegen das statistisch beste Powerplay-Team der Champions League vier Strafen unbeschadet überstanden. Nach dem ersten Vergleich steht das Duell zwischen Malmö-Coach Peter Andersson und dessen Sohn, SCB-Verteidiger Calle Andersson, 1:0. «Wir sind selber schuld, denn wir hatten genügend Chancen, den Match zu gewinnen», sagt Rüfenacht. Es gelte nun, den Kopf nicht hängen zu lassen. Der Stürmer ist überzeugt, dass sich das 1:4 am 20. November im Heimspiel wird korrigieren lassen. «Jetzt müssen wir uns aus dieser Situation rauskämpfen.»

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