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Und weg ist sie, die Euphorie bei den Tigers

Die SCL Tigers verlieren im letzten Spiel des Jahres 1:4 gegen Zug. Es ist die dritte Niederlage in Folge für die Emmentaler.

Die Landauer Lukas Haas und Anton Gustafssonkämpfen um den Puck gegen Zugs Raphael Diaz, Goalie Sandro Aeschlimann, Nolan Diem und Johann Morant.
Die Landauer Lukas Haas und Anton Gustafssonkämpfen um den Puck gegen Zugs Raphael Diaz, Goalie Sandro Aeschlimann, Nolan Diem und Johann Morant.
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Ivars Punnenovs kassiert ein Tor.
Ivars Punnenovs kassiert ein Tor.
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Langnau-Trainer Heinz Ehlers gibt dem Team Anweisungen.
Langnau-Trainer Heinz Ehlers gibt dem Team Anweisungen.
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Immerhin ein Emmentaler hatte am Samstagabend Grund zur Freude. Weil sich Tobias Stephan verletzt hatte, trat der EV Zug in Langnau mit Ersatzgoalie Sandro Aeschlimann an. Und der 22-Jährige – ausgebildet unter anderem in der Juniorenabteilung der SCL Tigers – machte seine Sache tadellos. 4:1 gewann der EVZ in der Ilfishalle, und das, obwohl die Gastgeber den Torhüter phasenweise ziemlich unter Beschuss genommen hatten.

Eiskalte Zuger

Mangelnden Einsatz konnte man den SCL Tigers freilich nicht vorwerfen. Doch sie agierten im Abschluss zu umständlich, es fehlte die letzte Konsequenz. Im ersten Drittel beispielsweise hätten die Langnauer angesichts des deutlichen Chancenplus führen müssen – doch es stand 0:1. Lino Martschini durfte nach drei Minuten unbedrängt ins Langnauer Drittel fahren und noch unbedrängter schiessen.

Bitter aus Emmentaler Optik wurde es dann im Mittelabschnitt: Ihnen bot sich in Überzahl die Chance zum Ausgleich, doch Dominik Schlumpf entwischte – und traf mit einem harmlosen Abschluss durch die Beine von Ivars Punnenovs hindurch zum 2:0. Dem Torhüter, welcher in den letzten Wochen so stark pariert hatte, unterlief damit wie schon am Dienstag gegen Biel wieder ein ärgerlicher Fehler.

Beim dritten Gegentor war Punnenovs dann jedoch machtlos: Josh Holden ging im Rücken der Langnauer Defensive vergessen, der Routinier liess sich diese Gelegenheit nicht nehmen. «Wir haben nicht viele Fehler gemacht», meinte Heinz Ehlers, «aber die, die wir gemacht haben, wurden bestraft.»

Immerhin: Die SCL Tigers steckten nicht auf, versuchten im letzten Drittel die drohende Niederlage noch abzuwenden. Doch Eero Elos Anschlusstreffer kam – zwei Minuten vor dem regulären Ende – zu spät. Für den Schlusspunkt sorgte dann David McIntyre mit dem 4:1 ins leere Tor.

Schmerzhafte Woche

Noch vor einer Woche und nach dem 2:1-Sieg über die ZSC Lions – dem vierten Erfolg de suite – hatte im Emmental Euphorie geherrscht. Seither allerdings zogen die SCL Tigers gegen Biel (1:4), Davos (0:1) und Zug den Kürzeren. «Diese Woche hat uns sehr weh getan», resümierte Ehlers.

Gleichwohl bleiben die Emmentaler im Playoff-Rennen, nur drei Punkte beträgt die Differenz zum achtplatzierten Gottéron. «Klar wollen wir mehr, aber im Moment schaue ich zuerst nach unten», sagte Ehlers. Diesbezüglich präsentiert sich die Situation zum Jahreswechsel komfortabel: Ambri (11.) liegt bereits neun Zähler hinter den Emmentalern.

Die Meisterschaftspause kommt den SCL Tigers zweifellos gelegen, bekundeten sie doch zuletzt diverse Ausfälle. Beim Auswärtsspiel am 2. Januar in Genf dürften Thomas Nüssli, Nils Berger und Topskorer Antti Erkinjuntti aber wieder mittun können.

Vorerst allerdings ist Weihnachten angesagt. Coach Ehlers wird zu seinem Sohn Nikolaj nach Winnipeg reisen, andere geniessen das Fest zuhause im Kreise der Familie, mit gutem Essen und Päckli auspacken. Ein Emmentaler hat sich ja bereits selbst beschenkt. Sandro Aeschlimann wurde am Samstag zum besten Spieler seines Teams gewählt – er durfte den Preis von den beiden Schwingerkönigen Matthias Glarner und Matthias Sempach in Empfang nehmen.

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