Langenthals Reaktion

Der SC Langenthal hat auswärts gegen NL-Absteiger EHC Kloten gewonnen. Dreimal kassierten die Oberaargauer den Ausgleich – und setzten sich zuletzt doch mit 5:4 Toren durch.

Flurin Randegger stellt sich Klotens Adrian Wetli in den Weg.

Flurin Randegger stellt sich Klotens Adrian Wetli in den Weg.

(Bild: Sibylle Meier)

Zuerst die 1:3-Heimniederlage gegen das ZSC-Farmteam GCK Lions. Danach ein 5:4-Auswärtssieg beim Aufstiegsaspiranten EHC Kloten. Die umgekehrte ­Resultatekonstellation wäre aus Sicht des SC Langenthal wohl einfacher zu erklären. Von einem Heimnachteil (je ein 1:3 gegen den EHC Olten und die GCK Lions) oder einem Auswärtsvorteil (4:3-Sieg in Olten, 5:4-Erfolg in Kloten) will SCL-Stürmer Robin Nyffeler aber nichts wissen: «Ich denke nicht, dass es so ist.» Man habe gegen einen guten Gegner einfach auch etwas Glück ­gehabt.

Mahnung des Captains

Im Vorfeld des Gastspiels bei Kloten hatte SCL-Captain Stefan Tschannen noch gemahnt, dass die Zürcher mit viel Schwung starten würden. «Sie wollen wohl den Respekt ausspielen, den man vor dem grossen EHC Kloten hat. Es gilt, in den ersten Minuten entgegenzuhalten und schnell ins Spiel zu kommen.» Tschannens Botschaft war bei seinen Mitspielern angekommen.

Temporeich startete Langenthal und sicherte sich zum Start den höheren Spielanteil sowie die Führung nach sieben Minuten durch Giacomo Dal Pian. Doch schon bald erarbeiteten sich die Zürcher den grösseren Spielanteil. Allerdings: Wenn das Team von Coach André Rötheli die Defensive dabei etwas vernachlässigte, nutzte Langenthal die teils erstaunlichen Lücken geschickt, die sich den Angreifern boten.

Gute Moral

Insgesamt war vom SC Langenthal aber sehr viel Moral gefragt. Denn dreimal kassierte die Mannschaft von Trainer Per Hanberg den Ausgleich – zum 1:1, zum 2:2 und zum 4:4. Doch zuletzt setzte sich der SCL gegen den Favoriten durch. «Wir spielten heute härter und intensiver als zuletzt. Und auch konsequenter», begründete Robin Nyffeler, der Schütze zum 4:2, den Erfolg in der Flughafenstadt. «Wir machten auch mal ein Icing, wenn es nötig war. Der Sieg war sehr wichtig, wir sind erleichtert.»

Die Rückkehr auf die Siegesstrasse ist für Nyffeler zusätzlich erfreulich, gelang ihm doch sein erstes Tor in der Swiss League. «Mir fiel ein Stein vom Herzen, es ist ein Meilenstein, der mir Schub gibt,» sagte Nyffeler. «Es war nicht einfach, nach den drei Niederlagen in Serie. Wir zeigten eine gute Reaktion», sagte auch SCL-Stürmer Giacomo Dal Pian, dem gleich drei Treffer gelangen. «Es war mein erster Hattrick seit der Juniorenzeit.» Dass man nach den drei Ausgleichstoren nicht gleich eingebrochen sei, «ist eine Qualität der Mannschaft. Wir können reagieren.»

Kelly mit Befreiungsschlag

Den Siegtreffer schoss SCL-Stürmer Brent Kelly – er beendet damit eine längere Tore-Durststrecke: Seit dem 18. Februar 2018, im letzten Qualifikationsspiel der vergangenen Saison, hatte er nicht mehr getroffen. Zudem war es Kellys 250. Tor für den SCL in der Meisterschaft. Richtig in Schwung gekommen ist seine Linie aber noch nicht, insbesondere von SCL-Schwede Kim Karlsson kommt noch zu wenig.

Am Mittwoch steht der SC Langenthal zum dritten Mal nacheinander einem Zürcher Team gegenüber. Nach den GCK Lions und dem EHC Kloten wartet das Auswärtsduell gegen den EHC Winterthur. Der SCL ist turm­hoher Favorit: Die bisherigen 13 Begegnungen wurden allesamt gewonnen (57:22 Tore, 38:1 Punkte). Daniel Gerber

Langenthaler Tagblatt

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