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Langnauer Qualifikationsstart gescheitert

In Ambri haben die SCL Tigers den ersten Rückschlag in der neuen Saison erlitten: Die Langnauer agierten defensiv fehleranfällig und verloren 3:4. Mit zwei Punkten aus drei Spielen ist der Qualifikationsstart nicht geglückt.

Sicherer Rückhalt: Tigers-Goalie Robert Esche vereitelte zahlreiche Tessiner Grosschancen. Die Niederlage konnte er indes nicht verhindern.
Sicherer Rückhalt: Tigers-Goalie Robert Esche vereitelte zahlreiche Tessiner Grosschancen. Die Niederlage konnte er indes nicht verhindern.
Keystone

Dass auf der Nord- und Südseite halb geöffnete Valascia-Stadion in Ambri gilt an und für sich als kälteste Eishockeyarena ausserhalb Russlands. Gestern Abend jedoch war es in der Leventina 20 Grad warm, und auch in der Halle herrschten für einmal angenehme Temperaturen. Gleich von Beginn an ging es zwischen Ambri und den SCL Tigers auf dem Eis heiss zu und her. Weil beide Teams defensive Mängel offenbarten, entwickelte sich eine spektakuläre Partie mit vielen Torszenen. Die Langnauer hatten nach dem zweiten Treffer von Topskorer Kurtis McLean (41.) zwischenzeitlich 3:2 geführt, verloren die Partie aber nach drei Gegentoren in nummerischer Unterzahl 3:4.

Esche gegen alle

99 Treffer hatte Ambri in der letzten Qualifikation erzielt, 30 weniger als das offensiv zweitschwächste Team. Mit dem Toreschiessen hatten die Tessiner auch in den ersten zwei Saisonspielen Mühe bekundet. Gegen die Tigers aber lagen sie nach siebeneinhalb Minuten durch Tore von Erik Westrum und dem ehemaligen Langnauer Martin Kariya 2:0 in Führung. Den ersten Treffer kassierten die Gäste in Unterzahl, Lukas Haas hatte nach 59 Sekunden auf der Strafbank Platz nehmen müssen. Der Stürmer hat in der noch jungen Saison bereits 26 Strafminuten kassiert.

Die Langnauer Reaktion blieb indes nicht aus. McLean und Pascal Pelletier konnten vor der ersten Drittelspause ausgleichen. Beide verwerteten einen Abpraller Thomas Bäumles. Der Ambri-Goalie machte eine unglückliche Figur, derweil sein Gegenüber Robert Esche überragend hielt. Der neue Langnauer Torhüter brachte die Tessiner im Mittelabschnitt schier zum Verzweifeln. Sechsmal behauptete er sich gegen einen alleine auf ihn losstürmenden Gegenspieler. «Im zweiten Drittel haben wir es Ambri viel zu leicht gemacht», sagte der enttäuschte Trainer John Fust. «Nur dank Esches Paraden blieben wir im Spiel.»

Unnötige Strafen

Ambri dominierte die Partie und gewann verdient, aufgrund mangelnder Effizienz musste es aber bis zum Schluss um die drei Punkte zittern. Den Tessinern droht zudem der Abgang von Stürmer Gregory Hofmann. Der U-20-Nationalspieler mit Seeländer Wurzeln hat im Rookie-Camp der Carolina Hurricanes einen guten Eindruck hinterlassen und bleibt vorerst in Nordamerika. Wie der ehemalige SCB-Verteidiger Justin Krueger hat er eine Einladung ins Trainingslager der NHL-Organisation erhalten.

John Fust hat derweil andere Sorgen. Er kritisierte die mangelnde Disziplin seiner Schützlinge, welche mehrere unnötige Strafen (eine in der Schlussphase wegen einem Wechselfehler) kassierten und vorab läuferisch nicht mithalten konnten. «Wir haben nicht das Optimum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Das ist aber nötig, um zu gewinnen, auch gegen Ambri», erklärte der 39-Jährige. Heute (19.45 Uhr) gastiert Lugano in der Ilfishalle. Nach dem eher missglückten Saisonstart mit zwei Punkten aus drei Partien sind die Langnauer gefordert. Mut machen dürfte ihnen die Statistik: Gegen Lugano gewannen sie in den letzten vier Saisons am meisten Punkte (40).

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