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Viel Wirbel um Gerber

Am Mittwoch hat ein Onlineportal den Rücktritt von Martin Gerber vermeldet. Doch der Torhüter dementiert.

Seit 2013 spielte der gebürtige Burgdorfer Martin Gerber wieder in der Schweiz, beim EHC Kloten.
Seit 2013 spielte der gebürtige Burgdorfer Martin Gerber wieder in der Schweiz, beim EHC Kloten.
Andreas Blatter
Die ersten sieben Jahre seiner Profikarriere bestritt Gerber für die SCL Tigers.
Die ersten sieben Jahre seiner Profikarriere bestritt Gerber für die SCL Tigers.
Hans Wüthrich
Mit dem Schweizer Nationalteam holte der Torhüter an der WM 2013 die Silbermedaille – Schweden war im Finale eine Nummer zu gross.
Mit dem Schweizer Nationalteam holte der Torhüter an der WM 2013 die Silbermedaille – Schweden war im Finale eine Nummer zu gross.
Keystone
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Martin Gerber ist gewiss ein grosser Torhüter. Aber er war nie ein Mann der grossen Worte; und so überrascht es kaum, dass der Emmentaler am Mittwoch ziemlich auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Auf dem Onlineportal «Watson» konnte er am Morgen einen ausführlichen Text über seinen Rücktritt lesen.

Kurz nach dessen Veröffentlichung meldete sich auch schon der nationale Eishockeyverband via Twitter und verabschiedete Gerber («Alles Gute, Tinu!»). Nun handelt es sich bei Gerber um den erfolgreichsten Schweizer Goalie der Geschichte, weshalb die Meldung über seinen Rücktritt sehr schnell sehr hohe Wellen schlug.

Einst in Langnau als untauglich taxiert, hatte er den Umweg über den 2.-Liga-Klub Signau genommen, ehe er seinen Stammverein 1998 in die NLA führte, später den Stanley-Cup gewann und im WM-Final stand.

Gespräche mit den SCL Tigers

Überrascht von den vielen Reaktionen, sah sich der 42-Jährige am Mittwoch zu einem Dementi gezwungen. Gegenüber dieser Zeitung hielt er fest: «Ich habe nur gesagt, dass ich meine Verletzung auskurieren möchte. Danach werde ich festlegen, wie es weitergeht.» Der Langnauer hatte sich kurz vor der Platzierungsrunde im Training mit Kloten eine Gehirnerschütterung zugezogen, trotzdem danach noch ein Spiel absolviert.

Noch heute kämpft Gerber mit den Folgen der Verletzung, weshalb er wohl erst im Spätsommer über seine Zukunft entscheiden wird. Klar ist: Als Spieler kann er nicht in Kloten bleiben. Er lässt offen, ob er andernorts weitermacht, führt derzeit aber auch Gespräche mit Kloten und dem Verband, um allenfalls einen Job als Goalietrainer anzutreten.

Denkbar ist überdies eine Rückkehr zu den Wurzeln, zumal er in Langnau ein Haus gekauft hat. Die SCL Tigers suchen im Nachwuchsbereich nach der einen oder anderen Verstärkung; Sportchef Jörg Reber signalisiert ein gewisses Interesse und bestätigt, mit Gerber bereits im vergangenen Oktober über dieses Thema gesprochen zu haben. Konkretisiert jedoch habe sich seither nichts.

si/mb

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