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Ohne Energie

Der SC Bern enttäuscht im ersten Spiel nach der Länderspielpause. Der Meister unterliegt den ZSC Lions mit 1:3. «Uns fehlte die mentale Frische», sagt Trainer Kari Jalonen zur Niederlage.

ZSC-Topscorer Fredrik Pettersson spielt nahe des Berner Tores um den Puck gegen Justin Krueger.
ZSC-Topscorer Fredrik Pettersson spielt nahe des Berner Tores um den Puck gegen Justin Krueger.
Keystone
Tristan Scherwey, links, und Maxim Noreau bedrängen den ZSC-Spieler Inti Pestoni.
Tristan Scherwey, links, und Maxim Noreau bedrängen den ZSC-Spieler Inti Pestoni.
Keystone
Berns Topscorer Andrew Ebbett in Aktion.
Berns Topscorer Andrew Ebbett in Aktion.
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Die Zürcher nahmen Revanche für die Niederlage vor einem Monat in Bern. Damals hatten sie in der Verlängerung den vermeintlichen Siegestreffer geschossen. Dieser wurde aber nach dem Videostudium wegen einer Behinderung an SCB-Goalie Leonardo Genoni aberkannt. Wenig später schoss auf der Gegenseite SCB-Verteidiger Eric Blum zum 4:3 ein.

Auch gestern wurde den Lions ein Treffer wegen eines Fouls an Genoni aberkannt. Statt das 3:1 bejubeln zu können, musste Reto Schäppi auf die Strafbank. Diesmal blieb der aberkannte Treffer aber ohne Auswirkung – auch weil sich SCB-Verteidiger Calle Andersson kurz danach einen kapitalen Aussetzer erlaubte und damit letztlich Mike Künzle doch noch das 3:1 ermöglichte.

Schnelle Wende

68 Sekunden benötigten die Zürcher gestern im zweiten Drittel, um das Resultat in ihrem ersten Heimspiel seit drei Wochen zu korrigieren. Berns Stürmer Thomas Rüfenacht sass auf der Strafbank, als ZSC-Topskorer Fredrik Pettersson Bewacher Mark Arcobello entwischte und den Pass von Pius Suter zum 1:1-Ausgleich verwertete. Die Gastgeber blieben am Drücker und erhöhten gut eine Minute später durch Chris Baltisberger auf 2:1.

Die Berner mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, zu passiv zu agieren. Bereits im ersten Drittel hatten sie Glück gehabt, dass sie nicht in Rückstand geraten waren. Robert Nilsson hatte im Powerplay für den ZSC nur den Pfosten getroffen. Wenig später scheiterte auch sein schwedischer Landsmann Pettersson am Gehäuse. Der Schweizer Meister hatte zu diesem Zeitpunkt in Führung gelegen. Maxim Noreau war mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich gewesen.

Der SCB kam nie richtig auf Touren. Simon Bodenmann, der nächste Saison für die Zürcher spielen wird und in den vergangenen drei Partien immer getroffen hatte, war noch einer der besten SCB-Akteure. Ein Treffer gelang ihm aber nicht. Für einmal klappte auch das Powerplay überhaupt nicht. «Das war diesmal der Unterschied», sagte Rüfenacht. Vor dem eigenen Tor gestanden die Berner den Zürchern zu viele Freiheiten zu.

Vielleicht ist die mangelnde Intensität der anstrengenden Woche der Nationalspieler geschuldet. Fünf Schweizer reisten nach dem Spiel der Champions Hockey League in München an den Karjala-Cup nach Helsinki und zurück nach Bern, ebenso die drei Kanadier sowie Arcobello, Justin Krueger und Mika Pyörälä. Trainer Kari Jalonen konnte so am Montag nur mit zehn Feldspielern auf dem Eis trainieren. Einer davon, Dario Meyer, war gestern nicht einmal dabei. Der Stürmer hilft heute in Langenthal aus.

Jalonen spricht Klartext

«Uns fehlte im zweiten und im dritten Drittel die Energie», hielt Jalonen fest. Der Coach vermisste bei den Nationalspielern die «mentale Frische». Der Finne zeigte sich über den Zustand der Topspieler im Team sichtlich besorgt. «An Weihnachten müssen diese unbedingt eine Pause haben, denn sie werden bis dahin bis zu 55 Partien absolviert haben. Das ist definitiv zu viel.» Dabei macht Jalonen weniger den Spielern einen Vorwurf als den zuständigen Verantwortlichen der Nationalteams, die Rücksicht auf die Spieler nehmen müssten.

Moser verspricht Reaktion

Auch Simon Moser meinte, dass «der letzte Biss» gefehlt habe. «Die Intensität war nicht riesig, die Partie zerfahren.» Der Captain verspricht indes, dass nach der vierten Meisterschaftsniederlage am Samstag gegen Got­téron eine Reaktion folgen werde. Auch Jalonen gibt sich überzeugt: «Bis dahin finden wir wieder etwas Energie.»

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